HAUS-
ARTEN
Welcher
Haustyp
passt zu mir?

Welcher Haustyp passt zu mir? Hausarten in der Übersicht

Ein eigenes Haus ist der Traum der allermeisten Menschen. Wer nicht das Glück hat, eine Immobilie aus dem Familienbesitz zu erben und sich deswegen selber irgendwann auf Haussuche begibt, ist für jede Information rund um dieses komplexe Thema dankbar. Nachfolgend finden Sie Antworten und Anregungen zu den wichtigsten Fragen, die Ihnen bei der Suche zwangsläufig früher oder später über den Weg laufen werden.


1. Welche Haustypen gibt es?

Haus ist nicht gleich Haus – besonders deutlich werden die Unterschiede beispielsweise im Vergleich zwischen einem traditionell „Stein-auf-Stein” gemauerten Gebäude sowie einem aus industriell vorgefertigten Teilen bestehenden Fertighaus. Grundsätzlich gilt, dass der Bau eines eigenen Hauses wesentlich komplexer ist, als beispielsweise der Erwerb einer bereits fertigen Immobilie.

2. Hausarten für den Neubau

Der Schlüssel zum erfolgreich selbstgebauten Haus ist hauptsächlich von der Frage abhängig, ob Sie ein bebaubares Grundstück besitzen. Der Grund: Baugrund ist rar und entsprechend wertvoll. Der Markt dafür wird leider größtenteils von Spekulanten leergekauft. In vielen Fällen ist der Erwerb eines Grundstückes leider nur möglich in Kombination mit dem Bau eines bestimmten Haustyps eines Bauunternehmers. Nachfolgend erläutern wir Ihnen die Eigenschaften und Unterschiede der vier am häufigsten anzutreffenden Haustypen.

2.1 Massivbau

Massiv gemauerte Häuser stellen in Deutschland den überwiegenden Anteil am Immobilienbestand – diese Bauweise hat bei uns eine sehr lange Tradition und steht sinnbildlich für Solidität, lange Lebensdauer und eine sichere Wertanlage. Zum Einsatz kommen dabei je nach System kleinere oder größere Ziegel bzw. Bausteine oder aber der flüssige, in eine Schalung gegossene Baustoff Beton. Ausführliche Informationen finden Sie auf unserer Themenseite Massivbau.

(©Foto: Ytong)

2.2 Holzhaus

Holzhäuser sind beispielsweise in den USA die wohl am häufigsten anzutreffende Bauweise – man muss einem Holzhaus seinen Baustoff aber nicht unbedingt auf den ersten Blick ansehen. Neben den eindeutig identifizierbaren Blockbohlenhäusern finden sich zahllose Holzhaustypen auf der Basis der Holzständerbauweise. Bei dieser Methode wird ein mit Dämmstoffen gefülltes hölzernes Rahmenwerk mit Bauplatten für unterschiedliche Anwendungen beplankt. Ausführliche Informationen finden Sie auf unserer Themenseite Holzhaus.

 


2.3 Fertighaus

Unter diesem Begriff werden oftmals sehr unterschiedliche Bauweisen zusammengefasst. Gemeinsam ist allen ein hoher Grad an industrieller Vorfertigung. So werden die Wände von Fertighäusern bereits ab Werk mit allen notwendigen Installationen, Kabeln, Rohren, Türen, Fenstern etc. ausgestattet. Vor Ort müssen die Mauerscheiben dann nur noch zusammengefügt und montiert werden, was zu einer erheblichen Verkürzung der reinen Bauzeit führt. Mehr zu diesem Haustypen finden Sie auf unserer Themenseite Fertighaus.

(©Foto: allkauf)

(©Foto: Rensch-Haus)

2.4 Ausbauhaus

Der Begriff „Ausbauhaus” bezeichnet eine Variante des Fertighauses. Gelegentlich auch Mitbauhaus genannt, stellt dieser Haustyp eine Art die Mittelding zwischen einem Bausatzhaus und einem schlüsselfertigen Haus dar. Während der Rohbau durch eine Baufirma erstellt wird, erfolgt der Innenausbau ganz oder teilweise durch den Bauherrn. Durch diese Arbeitsteilung kann der Bauherr selber bestimmen, ob er bestimmte Räume des Hause erst zu einem späteren Zeitpunkt bezugsfertig ausstatten will. Mehr zu diesem Haustypen finden Sie auf unserer Themenseite Ausbauhaus.

 


3. Haus kaufen & sanieren

Wer mit dem Gedanken spielt, eine Immobilie zu erwerben, sollte in jedem Fall professionelle Unterstützung bei der Begutachtung des Hauses hinzuziehen. Die Beauftragung eines unabhängigen Gutachters schützt vor späteren bösen Überraschungen. Mehr Infos zum Kauf gebrauchter Immobilien und die Möglichkeiten ihrer Sanierung finden Sie auf unserer Themenseite Haus kaufen & sanieren.

(©Foto: Alpina)

(Foto: ©Decosa)

3.1. Altbau

Mit „Altbau” werden Gebäude in der bis zum Zweiten Weltkrieg üblichen Bauweise im Wohnungsbau bezeichnet. Zu den baulichen Typika zählten beispielsweise hohe Mauerwerkswände, Holzbalkendecken und Kastenfenster. „Altbau” war früher eher negativ belegt, der Begriff stand für Gebäude mit einfacher, wenig komfortabler Ausstattung. Viele dieser Bauten sind geschützte Baudenkmale. Das Ende der Altbauära wird etwa auf das Jahr 1949 datiert. Heutzutage sind die meisten Altbauten saniert – sie verfügen in der Regel über Zentralheizung, Isolierglasfenster und mindestens ein Bad innerhalb der Wohnung. Mehr erfahren Sie auf unserer Themenseite Altbau.

 


3.2. Fachwerkhaus

Fachwerkhäuser sind historische Skelettbauten aus Holz, bei denen die Zwischenräume (Gefache) mit einem mit Lehm verputzten Holzgeflecht oder mit Mauerwerk ausgefüllt sind. Die horizontale Aussteifung des Holzständerwerks erfolgt mittels charakteristisch schräg eingebauter Streben. Als Bauholz verwendet wurden mittels Breitbeil oder Dechsel zu einstieligen Balken mit quadratischem Querschnitt behauene Rundbalken. Die Bauhölzer wurden zimmermannsmäßig verbunden, unter weitestgehendem Verzicht metallischer Verbindungsmittel wie Nägel oder Schrauben. Fachwerkhäuser stehen heute oftmals unter Denkmalschutz, wodurch im Falle einer Sanierung zahlreiche Auflagen zu beachten sind. Der moderne Nachfolger der Fachwerkbauweise ist im Wesentlichen die Holzrahmenbauweise. Mehr erfahren Sie auf unserer Themenseite Fachwerkhaus.