Wärmepumpen: Klimafreundlich Heizen
mit Energie aus der Umwelt
In jedem dritten Neubau werden Wärmepumpen installiert, immer häufiger auch in Bestandgebäuden.
Kein Wunder, denn mittlerweile gelten sie als ausgereift, wartungsarm und effizient.
Ein Einblick in Technik, Kosten und Fördermöglichkeiten.

Wärmepumpen sind umweltfreundliche Heizsysteme, die helfen, die monatlichen Heizkosten deutlich zu reduzieren. Als Energiequelle nutzen sie die Wärme aus der Umgebungsluft, dem Erdreich oder dem Grundwasser. Im Unterschied zu anderen Heizungssystemen sind Wärmepumpen vollkommen unabhängig von fossilen Brennstoffen; sie nutzen kostenlose Umweltwärme.
Mit Hilfe moderner Pumpentechnologie heben Wärmepumpen die niedrigen Temperaturen der Umgebung so weit an, dass sie gut gedämmte Häuser effizient mit Heizenergie und Warmwasser versorgen. Die Geräte sind in ihrer Größe mit klassischen Heizsystemen vergleichbar; je nach System können zusätzliche Komponenten im Keller oder Außenbereich installiert werden.
Effektiv und klimafreundlich:
Wird die Wärmepumpe mit Ökostrom betrieben, arbeitet sie nahezu klimaneutral. Durch den Einbau einer Wärmepumpe kann der alte Öl- oder Gaskessel oft mit überschaubarem Aufwand ersetzt werden. Dies schont langfristig die Umwelt und spart Kosten. Die Wärmepumpe wird von Experten individuell an den Wärmebedarf Ihres Hauses angepasst und sorgt so effizient und kostengünstig für behagliche Wärme.
Hinweis zur Förderung:
Förderfähig durch staatliche Zuschüsse sind Wärmepumpen ab 2025 nur, wenn sie die gesetzlichen Effizienzkriterien nach der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) erfüllen.

Wärmepumpen...
Quelle: heizung.de
In vier Schritten zu Wärme (bzw. Kühlung):
1. Aufnahme
Ein Kältemittel nimmt die Wärme aus der Umgebung auf und verdampft sie. Dafür genügen bereits relativ geringe Temperaturen. Gängiges Kältemittel ist eine Mischung aus Wasser und Frostschutzmittel.
2. Verdichtung
Mit einer Pumpe wird das nun dampfförmige Kältemittel im zweiten Schritt verdichtet. In diesem Prozess entsteht die entscheidende Veränderung, das Temperaturniveau steigt an, das Kältemittel wird wärmer.
3. Abgabe
Nun wird das aufgeheizte Gas an die Heizanlage abgegeben, Warmwasser oder die Raumluft kann aufgeheizt werden. Die Kombination aus Wärmepumpe und Fußbodenheizung ist besonders günstig und effektiv: Die Temperatur des Kältemittels muss nur um wenige Grad angehoben werden.
4. Entspannung
Im letzten Schritt wird das Kältemittel wieder auf das Druckniveau des Ausgangszustands gebracht. Dafür sorgen Expansionsventile, es kann sich wieder ausdehnen und damit Druck abbauen. Der Prozess beginnt von vorne.
3. Wärmepumpenarten und ihre Unterschiede
Wärmepumpen gehören zu den beliebtesten Systemen, um erneuerbare Energien zur Wärmeerzeugung in Ein- und Mehrfamilienhäusern nutzbar zu machen. Aber: Wärmepumpe ist nicht gleich Wärmepumpe. Es gibt wesentliche Unterschiede – insbesondere hinsichtlich der Herkunft der Wärmequelle und dem Medium, mit dem die Wärme weitergegeben wird.
Außerdem unterscheiden sich die verschiedenen Wärmepumpensysteme durch ihren Antrieb. Jede Wärmepumpe nutzt ein Kühlmittel, das im Kreislauf verdampft und wieder komprimiert wird, um Heizwärme zu erzeugen. Die meisten Standardmodelle sind elektrische Kompressionswärmepumpen, bei denen das Kühlmittel mechanisch komprimiert wird. Daneben existieren auch Gas- und Sorptionswärmepumpen.
Förderhinweis:
Seit 2025 sind ausschließlich klimafreundliche Wärmepumpen-Systeme förderfähig. Reine Gas-Wärmepumpen sind nicht mehr teilförderfähig. Für H2-ready-Wärmepumpen wird ausschließlich der Mehrpreis für die Wasserstofffähigkeit bezuschusst.

Klassische Formen
• Luft-Wasser-Wärmepumpe
• Sole-Wasser-Wärmepumpe
• Wasser-Wasser-Wärmepumpe
Sonderformen
• Brauchwasserwärmepumpen
• Luft-Luft-Wärmepumpen
Luft-Wasser-Wärmepumpen
Wasser-Wasser-Wärmepumpen
Kurz und bündig:
Wärmequelle: Wasser
Aufstellort: Außen, zwei Brunnenn werden benötigt.
Einsatzart: Aufwärmen von Heiz- und Brauchwasser, Kühlen im Sommer.
Besonderheiten: Eignet sich hervorragend für den monovalenten Betrieb.
Sole-Wasser-Wärmepumpen: Heizen mit Erdwärme
Gehören zu den effizientesten Wärmepumpen-Arten
Kurz und bündig:
Aufstellort: Außen und innen möglich
Einsatzart: Neu- und Altbau gleichermaßen möglich.
Besonderheiten: Stellt Anforderungen an die Heizungsanlage, benötigt eine externe Energiequelle.
4. Welche Wärmepumpe für welches Gebäude?
Wärmepumpen sind heute die mit Abstand beliebteste Heiztechnologie im Neubau und werden auch bei der Sanierung von Bestandsgebäuden immer häufiger eingesetzt. Bereits im Jahr 2025 sind sie bei über 65 % aller neuen Wohngebäude die erste Wahl. Die Vorteile liegen auf der Hand: Wärmepumpen arbeiten besonders effizient und umweltschonend und bieten niedrige Betriebskosten. Modellvielfalt garantiert: Ob Luft-Wasser-, Erd- oder Wasser-Wärmepumpe – für nahezu jedes Gebäude steht ein passendes System zur Auswahl.
Welche Wärmepumpentechnologie am besten geeignet ist, hängt vor allem vom Gebäudetyp, dem energetischen Zustand und den Voraussetzungen vor Ort ab. Besonders wichtig ist die Ermittlung des Primärenergiebedarfs, um die Systemwahl optimal abzustimmen und die gesetzlichen Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) zu erfüllen. So lässt sich nicht nur die Energieeffizienz maximieren, sondern auch die Zukunftsfähigkeit des Heizsystems sichern. Wer seinen Energieverbrauch nachhaltig gestalten möchte, trifft mit der individuellen Bedarfsanalyse die richtige Entscheidung für das optimale Wärmepumpensystem.

In vier Schritten zum passenden System:
Schritt 1 – Die optimale Planung
Grundsätzlich lässt sich zwar für fast jedes Projekt die passende Lösung mit Wärmepumpe finden, aber nicht jede Wärmepumpe passt zu jedem Haus und jedem Grundstück gleichermaßen. Für die Entscheidung muss geprüft werden, welche Bedingungen genau vorliegen. Insbesondere verdienen die Fragen nach der Bauart, der möglichen Wärmequelle und dem Aufstellungsort eine nähere Betrachtung.

Schritt 2 – Die richtige Wärmequelle
Da die lokalen geologischen Verhältnisse stark variieren können, ist vor dem Bau von erdgekoppelten Wärmepumpenanlagen immer eine fundierte Fachplanung der Wärmequelle erforderlich. Horizontalkollektoren werden etwa eineinhalb Meter tief im Erdreich vergraben. Zunächst ist also zu prüfen, welche Möglichkeiten das Grundstück bietet:
• Gibt es ausreichend Platz für einen Flächenkollektor?
• Gibt es geeignetes Grundwasser in ausreichender Menge?
• Soll oder muss der Garten neu angelegt werden?
Schritt 3 – Die unterschiedlichen Gebäude
Grundsätzlich spricht im Neubau vieles für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe.
Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist besonders einfach nachzurüsten und dadurch kostengünstig zu installieren. Bei einer Altbausanierung kann die Wärmepumpe eine gute Alternative sein.
Bei einem energetisch modernisierten Gebäude spricht wie beim Neubau vieles für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe.

Schritt 4 – Das optimale System
Eine Wärmepumpe ist so gut wie das Haus, in dem sie eingebaut ist. Für eine möglichst effiziente Nutzung der Wärmepumpe sind eine gut gedämmte Gebäudehülle sowie eine hohe Jahresarbeitszahl (JAZ) zwar empfehlenswert, aber nicht zwingend Voraussetzung. Bei der Wahl des richtigen Systems sollte daher ein Modell gewählt werden, das für das individuelle Projekt am besten ist.
Was ist die JAZ?
Die Jahresarbeitszahl JAZ gibt Auskunft über die Effizienz eines Wärmepumpen-Heizsystems, sie ist eine wichtigte Kennziffer. Sie lässt sich aus dem Verhältnis von zugeführter und abgeführter Energie bestimmen und ist abhängig von der Art der Wärmequelle.
Entscheidend ist die Jahresarbeitszahl vor allem dann, wenn Fördermittel in Anspruch genommen werden sollen. So fordert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) das Erreichen einer Mindest-JAZ.
Wie wird die JAZ berechnet?
Vereinfacht ausgedrückt ist die JAZ der Quotient aus erzeugter Heizwärme und dem dafür benötigten Strom. Die passende Formel ist:
JAZ = Heizwärme (kWh/a) / Strom (kWh/a)
Der Bundesverband Wärmepumpe e.V stellt einen Online-Rechner zur Verfügung.
Fördervoraussetzung: JAZ über 3,5
Geht es um die Förderung einer Wärmepumpenheizung, fordert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) das Erreichen einer Mindest-Jahresarbeitszahl (JAZ). Die Werte sind abhängig von der Art der Wärmequelle und ergeben sich für den Gebäudebestand wie folgt:
-
Sole-Wasser-Wärmepumpen: mindestens JAZ 3,8
-
Wasser-Wasser-Wärmepumpen: mindestens JAZ 3,8
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Luft-Wasser-Wärmepumpen: mindestens JAZ 3,5
-
Gas-Wärmepumpen: mindestens JAZ 1,25
Um förderfähig zu sein, müssen Wärmepumpen diese Mindest-JAZ erreichen.
Entscheidend für die Förderung nach BEG ist jedoch nicht allein die JAZ, sondern auch die Einhaltung der gesetzlichen Effizienz-Anforderungen und die Prüfung durch einen Energieeffizienz-Experten. Neben der reinen JAZ werden dabei auch der Gesamtenergiebedarf des Gebäudes und weitere Effizienzkriterien berücksichtigt.
Kommt eine Wärmepumpe tatsächlich als Heizung für das Eigenheim in Frage, kann man zwischen verschiedenen Arten wählen. Die Unterschiede bestehen primär im Ort der Wärmegewinnung und im Medium der Wärmeweitergabe. Die Vorteile und Nachteile von Wärmepumpen auf einen Blick.
Vorteile
Allgemein:
-
kostenlose, überall verfügbare und nahezu unerschöpfliche Wärmequelle
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geringe jährliche Betriebskosten
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sehr wartungsarm
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hohe Betreibsicherheit
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minimaler Kohlendioxid-Ausstoß
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auch zum Kühlen geeignet
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sehr lange Lebensdauer
Luft-Luft-Wärmepumpe:
-
günstig
Luft-Luft-Wärmepumpe:
-
überall nutzbar, Standardlösung
Luft-Luft-Wärmepumpe:
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hocheffizient
Luft-Luft-Wärmepumpe:
-
Hocheffizient
Luft-Luft-Wärmepumpe:
-
günstig, effizient
Nachteile
Allgemein:
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hohe Investitionskosten
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hoher Platzbedarf für die Bohrung
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gute Wärmedämmung des Gebäudes erforderlich
-
Zur Erzeugung von Warmwasser ist häufig ein weiteres Heizsystem erforderlich.
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Durch die Erschließung des Untergrundes haben Erdwärme Heizungen den Nachteil, dass die Gefahr von Umweltbeeinträchtigungen besteht.
-
hoher Planungsbedarf
Luft-Luft-Wärmepumpe:
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erfordert Lüftung, eigentlich nur in Passivhäusern
Luft-Luft-Wärmepumpe:
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Im Vergleich zu den anderen Systemen weniger effizient
Luft-Luft-Wärmepumpe:
-
genehmigungspflichtig, teuer
Luft-Luft-Wärmepumpe:
-
Sonderbohrung genehmigungspflichtig, teuer
Luft-Luft-Wärmepumpe:
-
muss mit anderer Heizung kombiniert werden
Grenzwerte einhalten

In drei Schritten zum geräuscharmen System:
Geräusche reduzieren
Höhere Werte können durch sorgfältige Planung und fachgerechte Ausführung erheblich verringert werden. Denn gerade in Ballungsgebieten und bei kleinen Grundstücken mit geringen Bauabständen sind Schallemissionen oft ein Problem.
Aufstellort optimieren
-
drei Meter Abstand zu den Nachbarn
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vor dem Haus Richtung Straße
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nicht zwischen Mauern, direkt an die Wand oder in die Raumecke
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Rasen ist schalldämpfend
-
reiner Betonboden, Fliesenböden erhöhen den Schallpegel
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Rasenflächen, Beton-Fundamentplatte mit unterlegter Gummiplatte sind geeigneter
Zur Einordnung von Geräuschpegeln:
Wärmepumpen
- 30 bis 60 Dezibel
Computerrauschen
- 10 Dezibel
Flüsterunterhaltung
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30 Dezibel
Vogelgezwitscher
-
40 Dezibel
Kühlschrank
-
50 Dezibel

Tipp 1:
Viele Preise beinhalten noch keine Installationskosten. Daher sollten diese Positionen genau hinterfragt werden.
Tipp 2:
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gewähren zum Teil kräftige Zuschüsse und akttraktive Finanzierungen.
Die Kostenfaktoren im Überblick:
Erschließung
Für Erdwärmepumpen oder Wasser-Wärmepumpen müssen zum Teil erhebliche Erschließungskosten für Bohrungen ins Erdreich sowie Kosten für Gutachten und Genehmigungen eingeplant werden.
Anschaffung
- Geht es um einen Neubau oder eine Modernisierung?
- Wie groß ist die Wohnfläche?
- Welche Wärmequelle nutzt die Pumpe?
- Soll das System auch Kühlen?
Betrieb
Die Betriebskosten fallen bei Erdwärme- und Grundwasserwärmepumpen im Vergleich zu anderen Heizsystemen gering aus.
Wartung
Die Kosten für die Wartung der Wärmepumpenanlagen liegen zwischen 150 und 200 Euro im Jahr.
Tipp: Nicht zu knapp Dimensionieren!
Die Wärmepumpe sollte korrekt dimensioniert werden, nicht zu klein und nicht zu groß. Eine knapp kalkulierte Größe der Wärmepumpenleistung reduziert zwar den Preis. Aufgrund des erhöhten Strombedarfs arbeitet sie aber nicht effizient und kann eventuell sogar Schaden nehmen.

Faustregel:
- Grundförderung: 30 % der Investitionskosten
- Klimageschwindigkeits-Bonus: weitere 20 % beim Austausch eines fossilen Heizsystems
- Effizienzbonus: +5 % für bestimmte Kältemittel (z. B. Propan/R290) und hohe Effizienz
- Einkommensbonus: bis zu +30 % für Haushalte mit Jahreseinkommen unter 40.000 € Insgesamt sind bis zu 70 % Zuschuss möglich – z. B. bis zu 21.000 € pro Wohneinheit! Der Antrag muss vor Bestellung und Installation erfolgen.

Wer ist berechtigt?
Förderfähig sind Wärmepumpen im Neubau und beim Austausch im Gebäudebestand – jeweils abhängig von den aktuellen gesetzlichen Vorgaben und den Förderregeln der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Außerdem ist die Austauschpflicht nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) zu beachten, etwa für alte Öl- und Gasheizungen. Eine Wärmepumpe ist förderfähig, wenn die Anforderungen der einschlägigen BEG-Programme (z.B. Effizienz, Schallgrenzen, fachgerechter Einbau) erfüllt sind und der Antrag rechtzeitig vor Beginn der Maßnahme gestellt wird.
Was bietet die KfW?
Die KfW unterstützt den Einbau von Wärmepumpen über mehrere Programme der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Dazu gehören insbesondere Zuschüsse für den Heizungstausch im Wohngebäude (z.B. Programm 458 „Heizungsförderung für Privatpersonen“) sowie Kredite und Zuschüsse im Rahmen von Effizienzhaus-Sanierungen, etwa über das Programm 261 für Wohngebäude. Als Hausbesitzer können Sie je nach Kombination aus Grundförderung und Boni (z.B. Klimageschwindigkeitsbonus, Effizienz- und Einkommensbonus) Zuschüsse von bis zu 70 % der förderfähigen Kosten, maximal 21.000 € pro Wohneinheit, erhalten. Zuschüsse werden direkt im KfW-Zuschussportal beantragt, Kredite in der Regel über die Hausbank – stets vor Beginn der Maßnahme. Die konkreten Förderbedingungen und Programmkombinationen ändern sich regelmäßig; aktuelle Informationen stellt die KfW auf ihren Informationsseiten zur Heizungs- und Sanierungsförderung bereit.
Was bietet die BAFA?
Das BAFA fördert im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) vor allem Einzelmaßnahmen an bestehenden Gebäuden, etwa die Heizungsoptimierung (z.B. hydraulischer Abgleich, hocheffiziente Umwälzpumpen, Regelungstechnik) und bestimmte Maßnahmen an der Anlagentechnik, jedoch nicht den eigentlichen Heizungstausch auf Wärmepumpe. Förderfähig sind nur Maßnahmen, die die technischen Mindestanforderungen erfüllen und fachgerecht durch einen Fachbetrieb ausgeführt werden; dazu gehört unter anderem eine geeignete messtechnische Erfassung von Energieverbräuchen (z.B. Wärmemengen- und Stromerfassung). Welche Maßnahmen im Detail unterstützt werden, welche Nachweise erforderlich sind und in welcher Höhe Zuschüsse gewährt werden, ergibt sich aus den jeweils aktuellen BAFA-Merkblättern und Richtlinien. Weitere Informationen bietet das BAFA auf seiner Internetseite zur BEG-Förderung für effiziente Gebäude.
Antragstellung
Der Förderantrag muss immer vor Beginn der Maßnahme gestellt und vom Fördergeber bestätigt werden. Die Höhe des Zuschusses wird bereits im Erst-Antrag festgelegt und kann später nicht mehr geändert werden.
Wichtig: Zuschüsse aus den Förderprogrammen und der Steuerbonus sind nicht kombinierbar – Sie müssen sich bei der Antragstellung für einen Weg entscheiden.
Tipp: das optimale Vorgehen
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Zunächst sollte der energetische Zustand des Hauses festgestellt werden. Qualifizierte Experten für Energieeffizienz finden sich auf einschlägigen Webseiten. Mit diesen Energieberatern kann ein Sanierungskonzept erstellt werden.
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Es sollte geprüft werden, ob neben der BAFA-Förderung auch eine Förderung der KfW benötigt wird und ob weitere regionale Fördermöglichkeiten bestehen.
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Vor Beginn der Baumaßnahmen müssen alle relevanten Förderanträge gestellt und bestätigt sein.
Was ist der beste Standort für die Wärmepumpe: Innenaufstellung oder Außengerät?
Es ist wie so oft im Leben: Eine deutige Antwort gibt es nicht, laut Experten hat der Aufstellungsort keinen Einfluss auf die Effizienz der Wärmepumpe. Innen kann sie beispielsweise im Keller eingebaut werden, außen in den Garten. Gerade Luftwärmepumpen sind für außen und innen geeignet. Aber: Nicht jedem gefällt solch ein Gerät im Garten und auch die Geräuschentwicklung kann unter Umständen ein Problem sein.
Kann man eine Wärmepumpe nachrüsten?
Es gibt verschiedene Wärmepumpen-Systeme, manche lassen sich leichter im Bestand nachrüsten, bei anderen ist es aufwendiger oder überhaupt nicht möglich. Bei relativ neuen Gebäuden kann eine Wärmepumpe in der Regel problemlos nachgerüstet werden. Und wie sieht es im Altbau aus? Lässt sich dort ebenfalls eine Wärmepumpe sinnvoll nachrüsten? Die Antwort ist ja, hängt aber immer vom Einzellfall ab.
Kann eine Wärmepumpe auch kühlen wie eine Klimaanlage?
Grundsätzlich ja, Kühlen mit der Wärmepumpe funktioniert. Sie kann über die Verfahren natural cooling und active cooling auch zum Kühlen eingesetzt werden. Da das Kühlen mit einer herkömmlichen Klimaanalge relativ kostenintensiv ist, kann die Wärmepumpe eine ernstzunehmende Alternative sein.
Funktioniert eine Wärmepumpe in Kombination mit einer Fußbodenheizung?
Ja, auf jeden Fall und nicht nur das: Wärmepumpen nutzen regenerative Umweltwärme. Damit die bereit gestellte Energie möglichst effektiv genutzt wird, ist die Kombination mit einer Fußbodenheizung sogar sehr empfehlenswert. Wegen der großen Fläche und dem hohen Anteil an Strahlungswärme reichen schon geringe Vorlauftemperaturen von etwa 30 bis 35 Grad Celsius aus, um einen Raum zu erwärmen.
Brauche ich für meine Wärmepumpe einen eigenen Zähler?
Wer Wärmepumpen nutzt, kann auf spezielle Stromtarife zurückgreifen. Die um bis zu 20 Prozent günstigeren Tarife gibt es unter zwei Bedingungen: Die Wärmepumpe muss steuerbar sein und einen eigenen Stromzähler haben. Wenn die Wärmepumpe eine Leistung von mehr als 4 Kilowatt hat, benötigt sie einen eigenen Zähler mit der Möglichkeit zur Sonderabschaltung.
Wie kann ich den Effizienzbonus erhalten?
Den Effizienzbonus erhalten Sie, wenn Ihre Wärmepumpe das klima- und umweltfreundliche Kältemittel Propan (R290) verwendet und eine hohe Jahresarbeitszahl (JAZ) erreicht. Achten Sie beim Gerätekauf auf diese Technik und lassen Sie sich von einem zertifizierten Fachpartner beraten. Die aktuellen Bedingungen und Nachweise für den Effizienzbonus finden Sie beim BAFA und auf den Herstellerseiten.
Was ist der Unterschied zwischen passiver und aktiver Kühlung?
Passives Kühlen nutzt die Temperaturen des Bodens oder Grundwassers, um ein Haus sanft zu temperieren – dabei wird die Umweltwärme einfach zum Abkühlen genutzt, ganz ohne zusätzliche Energie für Kompressoren. Aktives Kühlen funktioniert wie bei einer Klimaanlage: Die Wärmepumpe erzeugt aktiv Kälte über den Kältemittelkreislauf. Viele neue Wärmepumpen bieten beide Optionen und können damit ganzjährig Komfort erhöhen.
Wie funktioniert die Integration ins Smart Home?
Moderne Wärmepumpen sind in der Regel mit smarten Steuerungen ausgerüstet und lassen sich per App, Sprachassistent (wie Alexa, Google Home) oder eine zentrale Smart-Home-Zentrale bedienen. Sie können Temperatur, Heizzeiten und auch die Effizienz digital überwachen und optimieren. Viele Systeme ermöglichen auch die Fernwartung durch den Installateur und die Anbindung an PV-Anlagen oder Energiemanagement-Systeme.
Förder-Tipp
Voraussetzung ist die Antragstellung vor Maßnahmenbeginn und der Nachweis der Effizienz durch einen Energieexperten.
Nicht förderfähige Systeme wie reine Gasheizungen oder Anlagen mit zu niedriger Effizienz werden ausgeschlossen.
Nutzen Sie die staatlichen Fördermöglichkeiten für Ihre Wärmepumpe und starten Sie Ihr Projekt jetzt mit optimaler Planung!






