Häufige Fehler beim Bau eines Blockbohlenhauses

Experten wissen Rat

Immer, wenn Laien auf do it yourself Basis etwas bauen, ist es mit dem Risiko verbunden, dass etwas ganz gewaltig schief geht. Der Grund: Oft ist es Selbstüberschätzung gepaart mit Unwissenheit und dem Gefühl, dass es schon irgendwie gehen wird, sagen die Pineca.de-Experten. Ein Blockbohlenhaus ist aber kein 0815-Gartenhaus, kein Geräteschuppen oder etwas der Art. Nein, darin kann man wohnen. Und das sollte man auch. Denn ein Holzhaus bietet ein unnachahmliches Wohnklima. Und es ist ein rein biologischer Werkstoff der nachwächst. Wenn Sie dazu noch ungefährliche Lasuren für die Innenräume verwenden, könnten Sie nicht gesünder wohnen als in einem Blockbohlenhaus. Deshalb hier ein paar Tipps, wie Sie die häufigsten Fehler vermeiden können. Das Blockbohlenhaus besteht in erster Linie aus Holz. Je schlechter die Qualität der Fertigung, also je schlechter die Verarbeitung des Holzes, desto schwerer wird es, das Haus problemlos zusammenzubauen. Wenn beispielsweise Verbindungshölzer unregelmäßig geformt sind, leichte Krümmungen o.ä. aufweisen, werden Sie keine Chance haben, gerade Linien und Flächen zusammen zu bekommen. Die Stärke von Verbindungsstücken sollte deshalb nicht weniger als halb so dick wie die Breite der Lücke im Block sein. Holzblöcke sollten nicht mechanisch beschädigt sein. Leider kommt es häufig vor, dass gerade beim Transport und dem Abladen Holzblöcke beschädigt werden. Oder auch beim Bau selbst, wenn Sie unvorsichtig agieren. Wenn Sie ein dauerhaftes Haus haben möchten, passen Sie auf, dass Sie die Blöcke nicht selbst beschädigen. Holzwürmer sind der ultimative Supergau für ein Holzhaus. Wenn Sie diese leben lassen, egal wie tierlieb Sie sind, werden diese das Holz durchfressen und durchsieben. Das Blockbohlenhaus wird entsprechend schnell verfallen. Deshalb hilft hier leider nur Chemie, die mit einer Spritze in jedes "Wurmloch" gespritzt werden sollte. Fensterrahmen gut abdichten. Wenn Sie bei den Dichtungen fürs Fenster sparen, haben Sie vom ganzen Holz nichts. Sie werden an Qualität riesige Einbußen hinnehmen müssen, wenn die Dichtungen zu starr sind. Heißt, dass Sie keinen Montageschaum verwenden dürfen, weil dieser zu starr wird. Holz arbeitet, wenn sich Feuchtigkeit und Temperatur ändern. Wenn die Dichtung starr ist, kann dies zu Verformungen der Fenster führen. Das ist zu vermeiden. Astlöcher faulen. Deshalb einfach die alten Äste raus und gesundes Holz einfügen. Sie bekommen entsprechendes Material beim Tischler. Schimmel unbedingt vermeiden. Sollte Schimmel auftreten, sofort Maßnahmen ergreifen. Sind erst einmal Verbindungselemente des Hauses mit Schimmel befallen, kommt jede Hilfe zu spät. Verbogene Wände sind ein Zeichen dafür, dass feuchte Hölzer verwendet wurden. Diese "Arbeiten" beim Trocknen und können sich entsprechend deformieren. Ein Hersteller, der auf Qualität achtet, verkauft nur Hölzer, die sehr lange getrocknet wurden. Auch wenn keine Fußbodenbalken verbaut wurden, können sich Wände verbiegen. Diese sollten Sie also keinesfalls weglassen. Als Vergleichswert: Abweichungen von 1 cm pro 1 m Länge sind bei den Hölzern der Wände im Normalbereich. Schließlich setzt sich das Haus mit der Last des Daches erst. Der Druck muss sich auf das Holz verteilen. Mehr sollte die Abweichung aber nicht betragen. Unterlassen Sie es auch, die Wände in deren Mitte miteinander mittels Blöcken zu verbinden. Das schafft Spannungen in den Wänden, die sich ansonsten auf natürlichem Weg wieder ausgleichen würden. Wer diese Tipps beherzigt, wird lange Zeit viel Freude mit seinem Blockbohlenhaus haben.