FUSS-
BODEN-
HEIZUNG
Behagliche Wärme
von unten

Fußbodenheizung: Behagliche Wärme von unten!


Gleichmäßige Wärme, keine sichtbaren Heizkörper und stark in Kombination mit anderen Systemen:
Eine moderne Fußbodenheizung hat viele Vorteile.
Wir liefern wichtige Information zu Technik, Kosten und Verlegung in Neu- und Bestandsbauten.

 

Inhaltsverzeichnis:

 
 

1. Was ist eine Fußbodenheizung?

 
Vereinfacht gesagt ist eine Fußbodenheizung eine Flächenheizung, die ihre Wärme über ein unter dem Fußboden verlegtes Rohrsystem in den Raum abgibt. Demnach macht sich eine Fußbodenheizung den Effekt zunutze, dass warme Luft nach oben steigt. Zudem wird die Wärme von Wänden und Decke abgestrahlt und verteilt sich so gleichmäßig im ganzen Zimmer. Da das gesamte Heizsystem im Fußboden integriert ist, nimmt sie keinen Einfluss auf die Raumgestaltung. Je nach Energieform werden zwei Arten von Fußbodenheizungen unterschieden: Elektrische Systeme, die mit Strom betrieben werden oder Fußbodenheizungen, deren Wärme aus Warmwasser erzeugt wird. Beide Formen lassen sich wie bei einer normalen Heizung über Thermostate steuern und regulieren.

Warmwasserfußbodenheizung

Bei einer Warmwasserfußbodenheizung sind die Rohre, durch die das warme Wasser fließt, im Estrich verbaut. Entweder werden sie mittels Klemmen befestigt oder in speziellen Matten bzw. Platten eingefasst und verlegt. Die Warmwasseraufbereitung kann durch diverse Heizarten erfolgen – von Gas über Öl, Pellets, eine Wärmepumpe bis Solar. Das erhitzte Wasser zirkuliert mittels Heizkreisverteiler durch alle Rohre der Fußbodenheizung. Dabei kann die Temperatur aufgrund eines installierten Wärmetemperaturfühlers reguliert und eingestellt werden. Der Raum wird gleichmäßig erwärmt und speichert die Wärme zudem oft länger als andere Heizungen.
 

Elektrische Fußbodenheizung

Statt auf warmes Wasser kann man auch auf Strom zurückgreifen. Bei der elektrischen Fußbodenheizung werden spezielle Folien bzw. Matten – mit eingefassten Kupferbändern, durch die der Strom fließt ­– direkt unter den finalen Bodenbelag verlegt. Durch die Spannung am Heizleiter fließt Strom. Die durch Strom und Spannung entstehende elektrische Leistung wird dann von der Flächenheizung in Wärme verwandelt. Aufgrund ihrer geringeren Aufbauhöhe eignet sich die elektrische Fußbodenheizung vor allem bei Sanierung oder Nachrüstung. Grundsätzlich ist sie bei Laminat und Parkett effektiver als z. B. unter Fliesen.

 

Fußbodenheizungen...

... geben Wärme gleichmäßig ab.
... funktionieren entweder mit Warmwasser oder mit Strom.
... sind unter bestimmten Voraussetzungen auch für einen nachträglichen Einbau geeignet.
 
 

Von unten nach oben besteht der Aufbau eines Bodens mit Fußbodenheizung schichtweise aus dem tragenden Untergrund (Beton o.ä.), einer darüber liegenden Dämm- und Trittschalschicht, der eigentlichen Fußbodenheizung – entweder eingefasst in einer Estrichschicht oder ohne Estrich – und dem obenliegenden Bodenbelag, z. B. Fliese, Laminat, Parkett etc. Je nachdem, ob der Einbau der Fußbodenheizung beim Hausbau, also Neubau, erfolgt oder die Heizung nachgerüstet wird, bspw. bei einer Altbau-Sanierung, spielt die Aufbauhöhe eine große Rolle. Wasserbetriebene Fußbodenheizungen werden entweder im Nass- oder im Trockensystem verlegt. Im nassen System müssen Hausbesitzer mit einer Bauhöhe von bis zu 90 Millimetern rechnen, zzgl. des gewählten Bodenbelags. Bei der Trocken-Alternative können niedrige Aufbauhöhen von 50 Millimetern oder sogar weniger erreicht werden. Die elektrische Variante liegt mit teilweise 10 Millimetern noch einmal weit darunter.
 
Bodenaufbau im Nassystem

Über der Dämm- und Trittschallschicht folgt die eigentliche Fußbodenheizung. Hier kann man zwischen verschiedenen Arten wählen, wie die Heizungsrohre befestigt werden:

  • in einer Noppenplatte befestigt
  • auf eine Stahl-Trägermatte geklemmt
  • in Klemmschienen aus Stahl oder Kunststoff eingebracht
  • mit Klettband auf eine Trägermatte gedrückt
Darüber folgt Estrich oder Zementestrich. Diese Schicht muss die Rohre vollständig umschließen. So wird einen eine optimale Wärmeverteilung erreicht. Die Schicht kann aber bis zu 7cm dick werden. Da sich Estrich und Rohre bei Temperaturschwankungen ausdehnen und zusammenziehen können, sollte zur Wand hin Dämmstreifen und Dehnungsfugen eingeplant werden.
 
Bodenaufbau im Trockensystem

Bei der Trockenverlegung liegen die Heizungsrohre ebenfalls in Noppenmatten oder Wärmedämmplatten, darüber folgt aber kein Estrich, sondern eine Abdeckung mit Trockenbau- oder Spanplatten. Die Schicht ist dünner, die Wärmeübertragung aber meist schlechter ggü. der Estrich-Variante.

                 Grafik: Quelle selber-bauen.de
 

Gleichmäßige Wärme im ganzen Raum. Eine Fußbodenheizung kann für Zwei- und Vierbeiner Vorteile bringen - egal ob Neu- oder Altbau.

Hier kommt kein Estrich zum Einsatz. Auf die Platte bzw. Matte mit den Rohren wird eine dünne Trockenbauplatte oder ggf. sofort der Bodenbelag angebracht.

 

 

Die Verlegung der Heizungsrohre beginnt an einer Seite des Raumes und erfolgt anschließend – über die gesamte Raumbreite – in parallelen Bahnen mit 180-Grad-Schleife.

Augrund ihrer niedrigen Aufbauhöhe bieten sich elektrische Fußbodenheizungen z. B. bei der Sanierung an.

 

3. Vorteile und Nachteile der Fußbodenheizung

Im Gegensatz zu konventionellen Heizkörpern erwärmt eine Fußbodenheizung den Raum durch Strahlung, die vom Boden ausgeht. Vergleichbar zur Sonnenwärme geht die Wärme vom Boden auf feste Körper, die sich im Raum befinden, über. Die gleichmäßige Verteilung  sorgt für ein hohes Wohlbefinden. Mit welchen Vor-, aber auch Nachteilen bei einer Fußbodenheizung zu rechnen ist, haben wir auf einen Blick zusammengefasst.
 

Vorteile einer Fußbodenheizung

 
Angenehme Wärmestrahlung und -verteilung = hohes Wohlbefinden
• Keine sichtbaren Heizkörper = Nutzung der vollen Raumfläche möglich
Geringe Staubverwirbelung = ideal für Allergiker (Asthma, Stauballergie)
• Große Heizflächen kommen mit geringen Vorlauftemperaturen aus. Das begünstigt die Effizienz von Brennwert- sowie  Umweltheizungen = Heizkosten sinken
• Viele Bodenbeläge sind geeignet = z. B. Fliesen, Laminat, Parkett, Kork, Vinyl etc.
• Für Altbauten gibt es spezielle Heizsysteme
 
 
 

Nachteile einer Fußbodenheizung

 
Anschaffung und Installation sind recht hochpreisig
Die Installation ist aufwändig (insb. im Altbau)
Bei einer elektrischen Fußbodenheizung können hohe Stromkosten entstehen
Nicht immer reicht die Leistung der Flächenheizung als einziges Heizsystem aus  
• Die Flächenheizung arbeitet mit Zeitverzögerung
• Wird eine Fußbodenheizung nachgerüstet, gilt es, max. Aufbauhöhen zu beachten
 

4. Wie viel kostet eine Fußbodenheizung?

In der Regel kostet eine Fußbodenheizung in der Anschaffung und Installation mehr als reguläre Heizkörper, die an der Wand hängen. Die laufenden Kosten jedoch können die zunächst höhere Investition wieder relativieren. Der Preis einer Fußbodenheizung lässt sich jedoch schwer pauschalisieren, denn er ist von der individuellen Situation abhängig. Sprich:

-       Welches System eingebaut wird

-       Ob die Flächenheizung im Neubau installiert oder im Altbau nachgerüstet wird

-       Wie groß die Wohnfläche bzw. Raumgröße ist, in der die Flächenheizung verwendet wird

-       Ob alles vom Profi übernommen wird oder man gewissen Dinge in Eigenregie durchführt

-      Ob neben der Fußbodenheizung zusätzlich andere Systeme, wie etwa eine Wärmepumpe, zum Einsatz kommen

 

Kosten im Neubau

Die wasserführenden Systeme schlagen in ihrer Anschaffung zumeist mehr zu Buche als elektrisch betriebene. Als Faustformel kann man sich für eine Fußbodenheizung im Nasssystem inkl. Einbau zwischen 45 und 80 Euro/qm veranschlagen, beim Trockensystem sogar 70 bis 100 Euro/qm. Im Gegensatz zu einer konventionellen Heizung gilt eine wasserführende Fußbodenheizung in der Anschaffung als teurer. Im Betrieb ist sie allerdings sparsamer. Besonders wirtschaftlich und effizient ist die Fußbodenheizung in Kombination mit einer Wärmepumpe, wodurch sich im Jahresverbrauch bis zu 20 % der Kosten senken lassen.

Elektrisch betriebene Fußbodenheizungen liegen beim Einbau im Neubau mit 20 bis ca 50 Euro/qm unter den Kosten der wasserführenden Systeme. Jedoch gilt es zu bedenken, dass elektrische Systeme im Betrieb deutlich höhere Ausgaben verursachen, da Strom als Energieträger einen höheren Kilowattstunden-Preis aufweist als z. B. Gas, Öl oder Pellets.

Grundsätzlich gilt, dass sich in vielen Fällen der Betrieb der Flächenheizung in Kombination mit einer Wärmepumpe als äußerst effizient erweist. Eine Heizkostenersparnis von 6 bis 12 % sind hier keine Seltenheit.
 

Kosten bei nachträglicher Installation

Wer in einem Altbau eine Fußbodenheizung nachrüsten möchte,auf den kommen nicht nur die Kosten für Anschaffung und Einbau zu, sondern in den meisten Fällen auch noch zahlreiche Vorarbeiten wie Estrich- und Fußbodenabriss bzw- -entfernung. Das kann schnell sehr teuer werden. Preislich am günstigsten ist der Kauf einer elektrischen Fußbodenheizung. Ihre Installation ist leichter und schneller umzusetzen, hier können ca. 40 bis 60 Euro/qm veranschlagt werden – inkl. Demontage, System und Einbau.

Wird eine Fußbodenheizung im Nasssystem nachträglich installiert, klettern die Kosten schnell auf 70 bis 120 Euro/qm, im Trockensystem sogar bis zu 135 Euro/qm. Wirtschaftlich raten daher i.d.R. viele Experten davon ab.

 
 
 

5. Fußbodenheizung in Kombination mit anderen Heiztechniken

Da Fußbodenheizungen im sog. Niedertemperaturbereich arbeiten, bietet sich eine Kombination mit anderen Heizungssystemen an, die ebenfalls eine niedrige Vorlauftemperatur besitzen. Das Wasser einer Warmwasser-Fußbodenheizungen wird in den Rohren auf max. 40 °C erhitzt, i.d.R. ist eine Vorlauftemperatur von 35 °C ausreichend. Im Jahresdurchschnitt fällt zumeist eine Vorlauftemperatur von unter 30 °C an. Für die Kombination mit einer Fußbodenheizung bietet sich besonders die Wärmepumpe an. Ebenso möglich ist ein Zusammenschluss mit einer Gas-, Solar, Holz- oder Ölheizung.
 
 
 

Fußbodenheizung und Wärmepumpe

Die Wärmepumpe ist ein optimaler Partner für die Flächenheizung. Aufgrund ihrer geringen Vorlauftemperatur kann eine Wärmepumpe durch die geringe Temperaturdifferenz zwischen Wärmequelle und Heizfläche besonders wirtschaftlich arbeiten – zumeist bietet sich somit der Einsatz einer Wärmepumpe als primärer Wärmeerzeuger an. Zudem gibt eine Warmwasser-Fußbodenheizung immer dann Wärme ab, wenn eine Differenz zwischen der Temperatur des Estrichs und der der Raumluft besteht. Aufgrund dieses Selbstregeleffekt der Fußbodenheizung reagiert sie durch Regelungstechnik auf Schwankungen der Raumheizlast. Es muss nicht manuell nachjustiert werden, was den Komfort erhöht und zugleich Energie einspart.

 
Eine Wärmepumpe kann ein otimaler Partner für eine Fußbodenheizung sein. Durch die geringe Temperaturdifferenz zwischen Wärmequelle und Heizfläche wird ein effizientes Arbeiten ermöglicht. (Foto: BWP)
 
 
 
Ggfls. kann es Sinn machen, die schnelle Wärme von traditionellen Heizkörpern mit der Wärme von Fußbodenheizungen zu kombinieren. Vor allem, wenn bestimmte Räume seltener und dann schnell erhitzt werden sollen. (Foto: IWO Institut für Wärme und Mobilität)
 

Fußbodenheizung und Wandheizung

Mitunter macht eine Kombination von einer Fußbodenheizung mit ihrer behaglichen Strahlungswärme und klassischen Wandheizungen/Radiatoren (mit schneller Wärme) Sinn. Falls bei einer Sanierung das reguläre Heizsystem noch intakt ist, kann es so ggfls. ergänzt werden. Das Zusammenspiel beider Systeme muss jedoch technisch vorbereitet werden, da sie mit verschiedenen Heizwassertemperaturen arbeiten. Es werden praktisch zwei separate Heizkreise nötig: Neben dem der bestehenden Heizungsanlage wird ein weiterer Heizkreis über eine Pumpengruppe angebunden. Diese Pumpenstation sorgt für die Verbindung von der Fußbodenheizung im Niedertemperaturbereich mit der Heizkörperanlage im Hochtemperaturbereich.

 

Fußbodenheizung und Energieträger Solar, Gas, Holz und Öl

Während bei traditionellen Heizungen die Vorlauftemperatur des Zentralheizungswassers bei 75 °C und 85 °C liegt, beläuft sie sich bei einer Niedertemperaturheizung laut Energieeinsparverordnung (EnEV) um die 35 °C bis 40 °C. Als Niedertemperatur-Heizsystem kommt zumeist ein Brennwertkessel zum Einsatz. Dabei ist es nicht relevant, mit welchem Energieträger das System betrieben wird. Deshalb können für eine Fußbodenheizung auch Energieträger wie Solar- oder Erdwärme, Holz, Gas oder Öl in Frage kommen.

Als Energieträger können auch Holz, Solar- oder Erdwärme, Gas oder Öl infrage kommen. (Foto: Solarbayer)
 
 

6. Fußbodenheizung nachrüsten: Nachträglich einbauen bei der Sanierung

Im Rahmen einer Sanierung ihres Altbaus oder Bestandsbaus entscheiden sich immer mehr Immobilienbesitzer dafür, eine Fußbodenheizung nachträglich einzubauen. Allerdings kann das Unterfangen oft nicht nur teuer, sondern auch aufwändig werden. Allein der Bodenaufbau ist ein entscheidender Faktor. Diese setzt sich aus der Aufbauhöhe der Fußbodenheizung selbst, dem Estrich und dem anschließenden Bodenbelag zusammen. Da kommen oft über 10 Zentimeter zusammen. Und will man nicht alle Räume nachrüsten, sondern nur vereinzelte, entstehen schnell Höhenunterschiede an den Türschwellen. Die Alternative lautet: Den vorhandenen Estrich- oder Holzboden entsorgen und die Fußbodenheizung auf der Geschossdecke komplett neu aufbauen. Doch auch das ist mit viel Aufwand und Kosten verbunden.
 
Bei der Systemwahl kann man dann entweder eine relativ kostenüberschaubare Heizung mit Trägermatte wählen oder eine hochwertigere Noppenplatte. Schnell können bei der Nachrüstung 100 bis 120 Euro/qm zusammenkommen. Zusätzlich sollte man beachten, dass auch evtl. Heizungsrohre neu verlegt und alte Heizkörper sowie der alte Fußboden abgebaut und entsorgt werden müssen, was zusätzliche Kosten verursacht.
 
Ein weiterer Faktor ist die Zeit beim Einbau von wasserführenden Systemen. Neben Demontage alter Systeme und des Estrichs kostet die anschließende Verlegung und Trocknung im Estrich nochmal einiges an Zeit. Eine schnellere Angelegenheit ist die sogenannte Trockenverlegung, bei der fertige Trockenestrichelemente genutzt werden. Sprich, die lange Trocknung fällt weg. Die Heizrohre werden in der Dämmschicht spezieller Systemplatten mit Wärmeleitblechen untergebracht, diese wiederum dann mit den Trockenestrichelementen abgedeckt. Das erlaubt zudem besonders leichte Bodenkonstruktionen mit geringer Aufbauhöhe.
 
Eine Alternative stellt z. B. eine wasserführende Dünnbett-Heizung dar. Hier muss kein Estrich entfernt werden, sondern das System wird direkt unter den Bodenbelag installiert.  Allerdings ist sie nicht so leistungsstark wie gängige Nass-Systeme und auch die Wärme wird nicht so lange gespeichert. Deshalb muss hier über eine zusätzliche Beheizung mit normalen Heizkörpern nachgedacht werden.
 
Am günstigsten in der Anschaffung ist die elektrische Fußbodenheizung. Ihre Installation ist recht unkompliziert und deshalb schnell durchgeführt. Allerdings ist es sehr teuer, seine Räume ausschließlich mit Strom zu beheizen. Deshalb wird bei einer Sanierung im Altbau oft nur das Bad mit einer elektrischen Fußbodenheizung versehen.

 

 

7. Welcher Bodenbelag eignet sich bei einer Fußbodenheizung?

Ob man nun renoviert oder neu baut, es ist essentiell, sich im Zusammenhang mit einer Fußbodenheizung auch Gedanken zum genutzten Bodenmaterial zu machen. Ein wesentlicher Faktor, damit ein Fußboden in Verwendung mit einer Fußbodenheizung geeignet ist, ist die thermische Leitfähigkeit seines Materials. Das heißt, wie schnell und effizient die Wärme aus der Heizung auf die Bodenoberfläche übertragen wird. Je besser die Leitfähigkeit, also die Geschwindigkeit der Erwärmung, desto mehr Heizleistung und effiziente Wärme können geliefert und gespeichert werden. Dies schließt jedoch nicht aus, dass man weniger leitfähige Bodenbeläge nicht auch verwenden kann.
 
Geeignete Bodenbeläge sind:
 
(Foto: Selfio)
 

Keramische Fliesen

Ein optimaler Bodenbelag für Gebäude mit Fußbodenheizung sind keramische Fliesen. Fliesen verfügen über eine hohe Wärmeleitfähigkeit, d.h, die Wärme, die die Heizungsrohe erzeugen, geht schnell in den Boden und somit in den Raum über. Auch die Wärmespeicherfähigkeit ist bei Keramik sehr gut, was zusätzlich dazu führt, dass das gesamte System sehr effizient arbeitet. Da eine Fußbodenheizung nur geringe Vorlauftemperaturen und damit einen geringeren Energieeinsatz als eine konventionelle Heizung benötigt, sind Einsparungen von bis zu 20 Prozent möglich. Wohngesund ist die so verbreitete Strahlungswärme ebenfalls, da sie sich gleichmäßig ohne Staubaufwirbelungen im ganzen Raum verteilt – Allergiker freuen sich. Noch gut zu wissen: Die Dicke der Fliese erhöht ein wenig die Aufheizzeit. Es ist also sinnvoll, hier keine Fliesenplatten einzusetzen, die dicker als 20 cm sind. Sonst wird die sehr gute Effizienz etwas herabgesetzt. Nicht zuletzt sind keramische Fliesen ideal zu pflegen und zu reinigen und äußerst robust.
 
Soll eine elektrische Fußbodenheizung unter Fliesen zum Einsatz kommen, macht dies vor allem in Räumen Sinn, die schneller Wärme verlieren, z.B. Wintergärten.
 

  Kurz & knapp

      
  • Keramische Fliesen eignen sich optimal unter einer Fußbodenheizung,
  • besitzen ausgezeichnete Wärmeübertragungseigenschaften und ein dünnes Profil,
  • sind wohngesund und für Allergiker geeignet,
  • sind robust sowie leicht zu pflegen und zu reinigen.
  • Beim Einbau einer Fußbodenheizung unter Fliesen sollte ein hochwertiger, flexibler Fliesenkleber, bei der Montage auf einem Betonboden unbedingt Isolierung verwendet werden
 


Fliesen sind aufgrund ihrer Wärmeübertragungs- und speichereigenschaften ideal in Verbindung mit einer Fußbodenheizung. Zudem überzeugt der Bodenbelag in puncto Optik und Nachhaltigkeit.

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Schwarz-Weiß trifft auf Neon: Mit Fliesen schafft man nicht nur ideale Bedingungen für den Einsatz einer Fußbodenheizung. Man erhält auch eine riesige Auswahl an Farben, Formen, Maßen und Designs.

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Fliesen sind pflegeleicht und robust. Weiterhin sorgt Keramik dafür, dass sich die Wärme, die von der Fußbodenheizung erzeugt wird, schnell aufgenommen und dann in den Raum übertragen wird.

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Keramische Fliesen sind ein reines Naturprodukt und damit wohngesund: Sie sind frei von Ausdünstungen, enthalten keine gesundheitsschädlichen Weichmacher und sind für Allergiker geeignet.

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Holz- und Parkettboden

Holzböden weisen unterschiedliche thermische Eigenschaften auf, daher sind nicht alle gleich gut für die Verwendung mit einer Fußbodenheizung geeignet. Je dichter das Holz und je dünner die Dielen, desto besser leiten sie Wärme. Grundsätzlich kann Parkett v.a. bei Warmwasser-Fußbodenheizungen und nicht bei elektrischen Systemen verwendet werden. Vor der Verlegung muss der Heizestrich vollständig ausgetrocknet sein.
 
Geeignet für eine Verlegung über eine Fußbodenheizung sind vor allem quell- und schwundarme Holzarten wie Eiche, Räuchereiche, Nussbaum oder Bambus. Parkettböden aus Buche oder Ahorn kommen eher nicht infrage. Fertigparkett stellt meist die beste Wahl dar, da es sich bei Temperatur- und Luftfeuchtigkeits-Schwankungen aufgrund seiner Dicke von ca. 15 mm sowie seines mehrschichtigen Aufbaus weniger stark bewegt als Massivholzparkett. Die Fugenbildung bleibt geringer.
 
Ob sich ein Parkettboden auf einer Warmwasser-Fußbodenheizung wohlfühlt, entscheidet auch das Heizverhalten. Die Heizung sollte z. B. nicht ständig hoch- und runtergefahren werden, sonst ist das Holz zu starken Klimaschwankungen ausgesetzt. Grundsätzlich sollte die Temperatur an der Holzoberfläche 25 – 27 °C nicht überschreiten.
 

  Kurz & knapp

      
  • Schichverleimtes Fertigparkett eignet sich am besten unter einer Fußbodenheizung.
  • Eiche, Kirschbaum und Thermoesche sind besonders zu empfehlen.
  • Buche, Ahorn und Lärche sind nicht geeignet.
  • Grundsätzlich sollte die Bodenoberfläche 27 °C nicht überschreiten, um Schäden im Holz vorzubeugen.
  • Hersteller weisen aus, ob ihr Parkett bei Fußbodenheizung angewendet werden kann.
 
 


Holzböden, wie hier Parkett in Rohholzoptik, lassen Räume wunderbar warm wirken. Je nach Holzart unterscheidet sich jedoch die Eignung für Fußbodenheizungen. Eiche z. B. ist immer eine gute Wahl.

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Wird Parkettboden auf einer Fußbodenheizung angewendet, sollte die Bodenoberflächentemperatur grundsätzlich nicht auf über 27 °C steigen. Sonst kann das Holz Schaden nehmen.

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Echtholzböden passen sich wechselnden Wohntrends an und werden – bei guter Pflege – mit den Jahren immer schöner. Die Eignung für Fußbodenheizung weisen die Hersteller i.d.R. aus.

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Laminatböden

Laminatboden gilt oft als Alternative zu Holzböden. Optisch sind heutzutage nahezu alle Designs und Nachbildungen von Bodenoberflächen möglich, von Fliese bis Parkett. Die Kosten sind jedoch überschaubarer als bspw. bei Echtholz, ebenso ist die Verlegung leicht in Eigenregie zu tätigen. Als robuster Boden ist Laminat meist flecken- und kratzfest. Die meisten Produkte eignen sich in Kombination mit einer Fußbodenheizung, da sie eine hohe Materialdichte aufweisen. Es ist aber zu empfehlen, sich vor dem Kauf bei dem Hersteller genau zu informieren, ob der Boden für das eigene Heizsystem genutzt werden kann.
 

  Kurz & knapp

      
  • Die meisten Laminate sind gut geeignet für Fußbodenheizung
  • Grund ist eine hohe Materialdichte
  • Es hilft immer, sich beim Hersteller zu informieren, ob das Laminat im individuellen Fall mit der Fußbodenheizung angewendet werden kann.
 
 


Die authentische Holzstruktur, wie hier z. B. einer gebürsteten Landhausdiele, sorgt bei auch barfuß für absolutes Wohlgefühl. In Kombination mit einer Fußbodenheizung ist der Wohlfühlfaktor perfekt.

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Dieses Laminat ist sowohl für eine private  als auch für eine gewerbliche Nutzung geeignet und kann auf Fußbodenheizung verlegt werden. Dank des Easy-Click-Systems kann die Verlegung in Eigenregie erfolgen.

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Dank der nachgebildeten Oberflächenstruktur und der Verlegbarkeit in Kreuzfugenoptik wirkt der Boden wie eine echte Fliese, erfüllt aber alle Vorteile von Laminat. Auch die Nutzung mit einer Fußbodenheizung ist möglich.

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Vinylböden

Auch Vinylboden kann zusammen mit einer Fußbodenheizung für Wärme sorgen. Das dünne Material besitzt einen niedrigen Wärmedurchlasswiderstand und gleichzeitig eine hohe Wärmeleitfähigkeit. Heutzutage sind in den meisten modernen Design- oder Vinylböden keine gesundheitsschädlichen Weichmacher mehr enthalten. Dennoch lohnt immer ein Blick auf die Kennzeichnung der Produkte, auch im Hinblick auf die Eignung mit Fußbodenheizung.
 
Für die Fußbodenheizung kommt vor allem vollflächig verklebtes Vinyl infrage. Da es mit dem Untergrund verbunden ist, kann es die Wärme der Fußbodenheizung optimal aufnehmen und weiterleiten. Sowohl Warmwasserfußbodenheizung als auch elektrische Systeme können beim Vinylböden zum Einsatz kommen. Es empfiehlt sich, eine Bodentemperatur von 27 Grad nicht zu überschreiten, da sich das Material je nach Temperatur einziehen oder ausdehnen kann. Spezielle Hartvinylböden beugen diesem Problem jedoch vor.
 

Kurz & knapp

      
  • Vinyl ist recht dünn und kann Wärme gut aufnehmen bzw. weiterleiten
  • Nur auf Produkte ohne Weichmacher zurückgreifen
  • Sowohl eine elektrische als auch eine Warmwasserfußbodenheizung können mit Vinylböden kombiniert werden
  • Raumtemperatur möglichst konstant halten und 27 °C am Boden nicht überschreiten, außer der Hersteller des Vinylbodens weist anderes aus.
 
 


Die meisten Vinylböden sind nicht nur gut nutzbar in Verbindung mit einer Fußbodenheizung, sondern auch weniger anfällig für Kratzer und obendrein barfußfreundlich

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Vinyl kann viele andere Materialien, wie Fliesen und Holz, optisch nachahmen. Zudem kommen i.d.R. heutzutage die meisten Vinylböden ohne bedenkliche Weichmacher aus.

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Je nach Hersteller ist Vinyl allergikerfreundlich und fußwarm. Zudem bringt seine geringen Aufbauhöhe Vorteile in Kombination mit einer Fußbodenheizung mit.

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Manche Vinylböden verfügen über eine härtere Trägerplatte, die im Prinzip nicht mehr elastisch ist. Somit fällt das bekannte Dehn- und Schwindverhalten bei Temperaturschwankungen weg.

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Teppichböden

Grundsätzlich sind Teppichböden und Teppiche für die Verlegung auf einer Fußbodenheizung geeignet. So kommt Teppich z. B. gut zurecht mit Temperaturschwankungen auf dem beheizten Boden. Auch Risse, Dehn- und Schrumpfbewegungen sowie andere Schäden sind hier i.d.R. nicht zu erwarten.

Es gilt jedoch : Je dicker ein Teppich ist, desto höher wird sein Wärmedurchlasswiderstand. Das heißt, die Wärme, die aus der Fußbodenheizung abgegeben wird, braucht länger, bis sie durch den Teppich in den Raum übergeht – wertvolle Wärme kann somit "geschluckt" werden. Daher macht es Sinn, sich möglichst dünne Teppiche ohne Schaumpolster anzuschaffen. Diese sollten vollflächig auf dem Boden verklebt werden. Achtung: hier Kleber speziell für diesen Zweck hernehmen. Die meisten Hersteller weisen Ihre Teppiche auch für die Nutzung auf Fußbodenheizung aus, wenn eine Eignung vorliegt. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Boden aus Textil-, Kunst- oder Naturfaser hergestellt wird.

 

Kurz & knapp

      
  • Grundsätzlich sind die meisten Teppichböden geeignet
  • Je nach Dicke des Teppichs wird die Wärme wird nicht immer so gut in den Raum abgegeben.
  • Teppichboden an sich ist sehr angenehm und fühlt sich warm und behaglich an
  • Hersteller weisen die Eignung für Fußbodenheizung aus.
  • Es sollte auf Spezialkleber zur Befestigung geachtet werden.
 
 

Zwei- und Vierbeiner mögen die Wärme, die von einem Teppichboden ausgeht, vor allem dann, wenn er in Kombination mit einer Fußbodenheizung daherkommt.

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Teppichboden gibt es auch als Modulware. Die Module werden wie Parkett oder Laminat im (wilden) Verbund verlegt und ermöglichengroße Freiheit in der Gestaltung.

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Prima Klima: Teppiche aus Schurwolle und Kaschmir-Ziegenhaar nehmen Feuchtigkeit auf und geben sie bei Bedarf wieder an die Raumluft ab.

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8. Fußbodenheizung selbst verlegen: Das müssen Sie beachten

Eine Fußbodenheizung kann auch selber verlegt werden. Hier ist aber eine genaue Planung und Vorbereitung das A und O. Wie sieht der richtige Aufbau aus? Wie wird verlegt? Geht alles ohne Handwerker? Wir umreißen die wichtigsten Schritte:

Fußbodenheizung im Nasssystem verlegen

Bevor man ans Verlegen der Rohre geht, sollte man den Wärmebedarf ermitteln. In der Regel reicht eine grobe Schätzung mithilfe von Formeln (z.B. Formel der Wärmeabgabe nach DIN EN 1264). So lässt sich ermitteln, wie umfangreich die Fußbodenheizung ausfallen muss und in welchen Abständen die Leitungen verlegt werden. Erfolgt die Verlegung zu dicht, wird der Boden zu warm, sind die Abstände zu groß, reduziert das wiederum die Wärmeabgabe.

Dämmung
Als erster Schritt steht die Dämmschicht an. Diese sorgt nicht nur für einen ebenen Untergrund für die Fußbodenheizung, sondern sorgt dafür, dass die Wärme nach oben in den Boden geleitet wird. Eine Möglichkeit ist die Wärmedämmung durch wärmeleitenden Zementestrich als Nassestrich bzw. Fließestrich. Dieser lässt sich einfach verlegen, umschließt die Rohre gut, ermöglicht einen ebenen Untergrund, hat aber eine lange Trocknungszeit. Zusätzlich lohnt es sich – je nach Fußbodenbelag –, über eine wärmedurchlässige Trittschalldämmung nachzudenken. Bei Laminat-, Parkett- oder Natursteinböden ist sie sinnvoll, bei Teppich muss es nicht unbedingt sein.

Verlegen der Fußbodenheizung
Zur Verlegung der Fußbodenheizung beginnt man meist mit dem Randausbau. Dieser erfolgt an Wänden, Kanten und Säulen. An deren Rändern werden Dämmstreifen verlegt und mit Folie bedeckt. Im Anschluss können die Rohre verlegt werden. Wichtig: Dabei nach dem Verlegeplan des Herstellers vorgehen. Zunächst am besten die Führungen der Rohre mit einem Stift markieren. Das macht die Arbeit übersichtlicher. I.d.R. beginnt man am Verteilerpunkt. Die Rohrelemente legt man in die Rillen des Randaufbaus und drückt sie hinein. Dabei sollte das Rohr stets direkt von der Rolle abgewickelt werden, damit keine ungewollten Schleifen und Drehungen entstehen.
Sind alle Elemente verlegt, macht es Sinn, das eigene Verlegemuster mit dem Verlegeplan des Herstellers abzugleichen und alles auf evtl. Knicke und ungewollte Bodenerhebungen zu überprüfen. Ist alles korrekt, sollte die Funktionsfähigkeit der Heizung getestet werden. Dazu vor dem Aufbringen des Bodenbelags oder dem Ausgießen des Estrichs die Heizung anschalten. Wichtig hier: auf Dichtheit der Rohre und eine flächendeckende Wärmeabgabe achten. An dieser Stelle lohnt es sich, einen Fachmann hinzuzuziehen, der die Funktionsfähigkeit der Heizung mit speziellen Geräten überprüfen kann. Diese Ausgaben sind weit überschaubarer, als eine spätere Demontage zur Fehlerbehebung.
Wenn alles korrekt verlegt ist, kann der gewünschte Bodenbelag aufgetragen werden.

Fußbodenheizung im Trockensystem verlegen

Bei dieser Verlegeart muss nicht auf das Trocknen von Estrich gewartet werden. Zudem bringt das System weniger gewicht/qm sowie eine geringere Aufbauhöhe mit und bringt keinerlei Feuchte in den Raum. Das ist insbesondere gut bei Renovierungen, Räumen mit viel Holz oder straffen Bauzeiten. Der Preis ist allerdings meist höher, ebenso der Arbeitsaufwand.
 
Verlegen der Fußbodenheizung

Auch hier erfolgt die Verlegung nach Auftragung der Dämmschicht. Im Anschluss werden die Randdämmstreifen an alle Ränder von Wänden, Treppen und Säulen befestigt. Danach erfolgt die fugendichte Verlegung der Trockenestrich-Platten. Als nächstes werden Wärmeleitbleche im – vom Hersteller vorgegebenen Abstand – vollflächig im Raum verlegt. Das schafft eine gleichmäßige Wärmeübertragung. Anschließend werden das Rohr verlegt. Mit Start am Heizkreisverteiler das Rohr von der Rolle ziehen und in den Aussparungen der Wärmeleitbleche fixieren. Umlenkpunkte ermöglichen die Biegungen durch den Raum. Die Verlegung läuft durch, bis man wieder am Heizkreisverteiler angekommen ist und nach Kappung des Rohrs das Endstück befestigen kann.

Im Anschluss erfolgt als Funktionsprüfung die Befüllung und Entlüftung der Heizrohre. Ist alles korrekt, kommt eine Folie als Trennschicht zu den folgenden Trockenstrichplatten darüber. Die Trockenestrichplatten werden dann über das System gelegt. Je geringer die Schichtdicke, desto geringer der gesamte Aufbau und das gesamte Gewicht.

 
 

9. Fußbodenheizung-Steuerung: Per App oder Thermostat

Fußbodenheizung: Steuerung per Thermostat

So wie Heizkörper können auch Fußbodenheizungen über Thermostate geregelt werden. Die Raumthermostate prüfen über einen integrierten Fühler konstant die Temperatur in einem bestimmten Teil des Raumes und regulieren die Leistung der Heizung anhand voreingestellter Sollwerte nach oben oder unten. Die Regulierung erfolgt bei Temperaturabweichungen vom Sollwert über ein Signal zu den Stellantrieben, die den jeweiligen Heizkreis öffnen oder schließen.
 
Viele ältere Fußbodenheizungen besitzen noch keine Verbindung zu Thermostaten. Diese Systeme steuern sich rein über eine witterungsgeführte Regelung sowie die Selbstregelfunktion der Flächenheizung. Mittlerweile hat man jedoch festgestellt, dass sich externe Einflüsse – wie Sonnenwärme oder mehrere Menschen im Raum, die Wärme produzieren – energetisch besser nutzen lassen, wenn die Fußbodenheizung über Thermostaten verfügt. Diese können z. B. sofort auf den Anstieg der Temperatur im Raum reagieren und die Heizleistung drosseln. Mit diesen Reglern lässt sich also Energie einsparen. Zudem sind Raumthermostate für die Fußbodenheizung oft mit weiteren Funktionen für mehr Effizienz und Komfort ausgestattet.
 

Arten von Thermostaten für die Fußbodenheizung
Wer eine Fußbodenheizung mit Thermostat installieren oder den Regler nachrüsten möchte, hat heute eine große Auswahl. Neben den Standardgeräten zur Sollwert-Einstellung über manuelle Rädchen können auch ein digitales und intelligentes Raumthermostat angeschlossen werden.

 
Analoge Thermostate: Sind analoge Thermostate verbaut, lässt sich die Temperatur über ein Rädchen manuell verstellen. Die Thermostate sind vglw. Preisgünstig und leicht im Handling. Jedoch ist der Komfort- und Funktionsumfang meist nicht sehr hoch.
Digitale Thermostate: Diese besitzen ein Display samt Bedieneinheit. Temperaturen lassen sich darüber ebenso manuell einstellen wie bei den analogen Varianten. Zusätzlich ist die Einstellung von Zeitprogrammen wie Nachtabsenkung, Sommer- und Winterbetrieb möglich. Das kann Geld einsparen.
Intelligente Thermostate: Eine Fußbodenheizung mit intelligenten Thermostaten kann individuell programmiert werden. Die Regler „erlernen“ das Verhalten von Gebäuden, die Heizung kann so komfortabel und sparsam geregelt werden. Meist greifen sie dabei auch auf externe Daten zurück, wie Wetterstationen und -daten, und können zudem via App gesteuert werden. Das macht Einstellungen auch von unterwegs aus möglich.
 
 

Foto: BVF

Foto: IWO – Institut für Wärme und Mobilität.

Foto: BVF

 

Fußbodenheizung: Steuerung per App

Grundsätzlich sind smarte Regulierungen auch bei der Fußbodenheizung möglich. Allerdings kann man die Funktionsweise hier nicht 1:1 so anwenden, wie man z. B. wassergeführte Heizkörper via App bedient. Mal eben schnell die Fußbodenheizung absenken, weil man das Fenster öffnen, will, das klappt nicht, da es danach viel zu lange dauern würde, den Raum aufgrund der geringen Vorlauftemperatur wieder aufzuheizen. Jedoch kann man vorab Zeiten definieren, in denen die Temperatur um wenige Grade °C abgesenkt wird – etwa nachts oder wenn tagsüber (oder während des Urlaubs) niemand zu Hause ist.
 
Will man smarte Regler, muss man zunächst schauen, welche Art von Flächenheizung man besitzt, strombetrieben oder wassergeführt. Bei ersterer gibt es keine mechanischen Ventile. Aber in beiden Fällen erfolgt die Einstellung der Temperatur über einem Raumthermostat. Diese Raumthermostate können gegen smarte getauscht oder nachgerüstet werden. Das neue Gerät kann dann in das Netzwerk des Smart Home Systems integriert werden. Danach kann man – je nach Modell du Hersteller – Temperaturen, Dauer und Zeiten des Heizens ganz leicht via App einstellen.
 
Auch können viele smarte Thermostate mit Assistenten wie Amazons Echo oder Google Home verbinden werde, sodass sich die Temperatur über Sprachsteuerung regulieren lässt. Weiteres Plus. Auch von unterwegs hat man via App immer Zugriff auf die Heizleistung. Smarte Thermostate laufen i.d.R. mit Batterien, da sie meist über ein Display verfügen und – integriert in das Smart Home Netzwerk – per Funk mit der Station kommunizieren.
 


10. Häufig gestellte Fragen zur Fußbodenheizung

Muss man eine Fußbodenheizung entlüften?

Ja. Sowohl bei der Montage, also vor Inbetriebnahme als auch in regelmäßigen Abständen sollte eine Fußbodenheizung entlüftet werden. Ein Anzeichen dafür, dass eine Entlüftung vorgenommen werden müsste, ist etwa, wenn der Boden sich nicht mehr flächendeckend oder nicht mehr ausreichend erwärmt. Grund dafür können kleie Luftblasen sein, die den Heizkreislauf unterbrechen. Das Heizwasser wird nicht mehr vollumfänglich durch die Rohre geleitet, Wärmeverluste entstehen. Meist macht es Sinn, einen Fachmann zu beauftragen.
 
Wie wird die Fußbodenheizung entlüftet? Das Entlüften wird an der Fußbodenheizungsanlage vorgenommen. Vorlauf und Rücklauf dazu schließen und am Rücklaufverteiler die Ventile der einzelnen Heizkreise zudrehen. Am Vorlaufverteiler wird am Absperrhahn ein Wasserschlauch angeschlossen. Das Ende des Vorlaufschlauchs wird mit einem Wasserhahn verbunden, der zweite Schlauch mit dem Hahn des Rücklaufverteilers. Den offenen Rücklaufschlauch führt man in eine Spüle oder einen großen Behälter ab. Achtung: Beim Entlüften der Fußbodenheizung immer nur einen Heizkreis öffnen. Zunächst den Wasserhahn öffnen, dadurch wird Druck in der Fußbodenheizung erzeugt. Am Rücklaufverteiler den ersten Heizkreis öffnen, solange bis die . Er bleibt solange geöffnet, bis die gesamte Luft entwichen ist. Erst wenn nur noch Wasser aus dem Rücklaufschlauch austritt, kann der Heizkreis geschlossen und der nächste geöffnet werden. Danach die Schläuche entfernen und Vor- und Rücklauf wieder öffnen. Mittlerweile gibt es am Markt auch Fußbodenheizungen mit automatischen Entlüftungsventilen. Bei diesen Systemen ist eine Entlüftung nicht mehr nötig.


Kann eine Fußbodenheizung der Gesundheit schaden?

Bei Fragen, ob eine Fußbodenheizung ungesund ist, taucht immer wieder ein Aspekt auf: Venenleiden. Obwohl Krampfadern in erster Linie durch ein schwaches Bindegewebe und viel Sitzen verursacht werden, wurde früher oft gesagt, zu viel Hitze schade schwachen Venen. Fußbodenheizungen früherer Generationen wurden meist mit sehr hohen Oberflächentemperaturen – oft weit über 30 °C – betrieben, weil damals auch die Gebäude schlechter gedämmt waren. Heute heizen Fußbodenheizungen mit Oberflächentemperaturen zwischen 22 ° bis 27 °C. Aus medizinischer Sicht ist dies unbedenklich, es entstehen keie Nachteile für die Gesundheit. Im Gegenteil: Angenehm warme Böden lassen Bewohner eher barfuß laufen. Das wiederum ist gut für die Venen, da die Fußsohlenpumpe aktiviert und eine bessere Durchblutung der Beine stattfinden kann.

Kann eine Fußbodenheizung auch kühlen?

Ja, das ist möglich. Die Rohre, durch die bei der Fußbodenheizung das warme Wasser strömt, können auch mit kalten Wasser und somit in kühlender Funktion betrieben werden. Dafür muss die Anlage mit einer Wärmepumpe betrieben werden, die anstelle des warmen Wassers an heißen Tagen kühles Nass leitet. Vor dem Kauf der Wärmepumpe muss nur geklärt werden, dass die Wärmepumpe über eine kühlfunktion verfügt. Das ist in der regel aber mittlerweile bei vielen Wärmepumpen Standard.

Welche Hersteller produzieren Fußbodenheizungen?

Anthe-Therm
aquatherm
Empur
DEVI by Danfoss
Knauf Integral
Uponor
Variotherm