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Wandgestaltung von A bis Z

Aufgrund ihrer großen Fläche prägen die Wände den Gesamteindruck von Wohnräumen enorm. Je nachdem, wie Wände gestalteten sind, lassen sich unterschiedliche Wirkungen und Stimmungen im Raum erzeugen. Für nahezu jeden Stil und jedes Zimmer gibt es die passenden Wandprodukte, das richtige Farbkonzept oder das geeignete Wanddesign. Hier stellen wir die vielseitigen Möglichkeiten der Wandgestaltung vor – vom Tapezieren oder Verputzen über Streichen und kreative Wandtechniken bis hin zu Wandfliesen, Paneele oder Sichtmauerwerk. Das Tolle: Erlaubt ist, was gefällt und das Meiste davon lässt sich ganz einfach in Eigenregie umsetzen.
 
 
 

1. Überstreichbare Tapeten

Seine Wohnräume zu gestalten bedeutet auch immer, seinen ganz persönlichen Stil zu verwirklichen. Mit überstreichbaren Wandbelägen gelingt dieser Wunsch nach Individualisierung exzellent. Denn diese fungieren als Farbträger, die mit nahezu jeder Wandfarbe oder Kreativtechnik veredelt werden können – von reinem Weiß über Signal- oder Pastellfarben bis hin zu aktuellen Trendfarben. Das bedeutet über Jahre hinweg eine maximale Gestaltungsfreiheit, denn die meisten der meist naturweißen Wandbeläge lassen sich mehrere Male mit einem neuen Anstrich versehen. Das Angebot an unterschiedlichen Tapetenarten und Strukturen ist riesig – aber wie unterscheiden sich die einzelnen Varianten? Hier wollen wir einen kurzen Überblick über die gängigsten überstreichbaren Wandbekleidungen geben:

 

 

Raufasertapeten

Der wohl bekannteste Wandbelag Deutschlands überzeugt durch seine hohe Gestaltungsflexibilität. Raufasertapeten bestehen aus Papierträgerschichten (aus Recyclingfasern) und dazwischenliegenden strukturbildenden Holzfasern, formell genommen sind sie also auch Papiertapeten. Je nach Anteil der Holzfasern ist Raufaser dann als grobe, klassisch gekörnte oder feine Struktur erhältlich. Da Raufaser mehrfach überstrichen werden kann und dabei kaum an Struktur verliert, kann sie über Jahre immer wieder neugestaltet werden und macht jeden (Farb-)Trend mit. Noch dazu ist sie sehr wohngesund, da sie keinerlei bedenkliche Inhaltsstoffe besitzt. Genauer gesagt, bei ihrer Produktion werden i.d.R. keine Lösungsmittel, Weichmacher oder PVC verwendet und so dünstet sie auch keine gesundheitsgefährdenden Stoffe aus. Je nach Anbieter ist Raufaser sogar bewiesenermaßen für Allergiker geeignet. Und: Auch das Tapezieren dieses bekannten Wandbelags ist kein Hexenwerk. Wir zeigen, wie man bei der klassischen Tapeziermethode am besten vorgeht.
 
 
 
Raufaser steht in vielen Strukturen zur Verfügung, von grob bis fein. (Erfurt)
Raufaser ist mehrfach überstreichbar und ist, je nach Hersteller, sogar für Allergiker geeignet. (Erfurt)
Wohngesunde Wandgestaltung fürs Kinderzimmer: Raufaser ist frei von bedenklichen Inhaltsstoffen. (Erfurt)
 

Strukturtapeten

Strukturen in der Tapete lassen sich auf unterschiedliche Weise herstellen. In einem Verfahren wird das Design durch Hitze und/oder Druck erreicht. Dafür werden Prägewalzen in der gewünschten Oberflächenoptik (z. B. Muster, Wellen, grafische Elemente, Ornamente, Linienverläufe usw.) gefertigt, die dann vor der Konfektion der Tapete aufgebracht werden. Je nach Material, Hersteller und Qualität ist die Prägung formstabil, sodass die Tapete auch nach mehrmaligem Anstrich nichts von ihrer Dreidimensionalität verliert. Dadurch werden einige der Strukturtapeten zur idealen Grundlage für eine besonders intensive Farbwirkung. Anhand des verwendeten Materials unterscheidet man zwischen Vliestapeten oder Papierprägetapeten. Nicht immer sind die Unterschiede auf den ersten Blick erkennbar.
 
 

Vliestapeten

Sehr modern und angesagt sind überstreichbare Vliestapeten. Dabei handelt es sich um strapazierfähige Wandbeläge, die meist aus speziellen Zellstofffasern und Textilfasern kombiniert mit Bindemitteln im Prägeverfahren hergestellt werden. Gegenüber Papierpägetapeten sind sie reißfester und somit auch leichter zu tapezieren. Zudem sind Vliestapeten beliebt, weil sie dimensionstabil sind: Sie dehnen sich also nicht aus, wenn sie mit dem Kleister in Berührung kommen und schrumpfen auch nicht, wenn sie wieder trocknen. So bleibt das Wandbild frei von sichtbaren Nähten – was besonders wichtig ist, wenn man ein gleichmäßiges Muster über die gesamte Wandfläche hin erhalten möchte. Weiterer Vorteil: Vliestapeten sind superleicht in Wandklebetechnik zu tapezieren.
 
 
Vliesfasertapeten sind formstabil und können als überstreichbarer Wandbelag häufig mit einer neuen Wandfarbe gestaltet werden. (Erfurt)
Vliesfasertapete ist in diversen Designs erhältlich, lässt sich einfach anbringen und mit der Lieblingsfarbe überstreichen. (Erfurt)
Vliesfaser ist einfach und unkompliziert in Wandklebetechnik angebracht und verliert auch nach dem Anstrich nichts von ihrer dreidimensionalen Wirkung. (Erfurt)
 

Papierprägetapeten

Papiertapeten bestehen – wie der Name es vermuten lässt – meist aus mehreren Trägerschichten aus Papier, die miteinander verklebt werden und anschließend ihre Prägung erhalten. Je nach Verfahren, Hersteller und Qualität sind die entstandenen Oberflächenstrukturen dann sehr präzise und auch abriebfest. Im Gegensatz zu Vliestapeten sind sie etwas rissanfälliger, dafür aber meist blickdichter. Allerdings muss man ein bisschen aufpassen, weil sich die Tapeten beim Einkleistern ausdehnen und beim Trocknen wieder schrumpfen können. Also am besten die beigefügte Anleitung beachten, damit am Ende das gewünschte, oft filigrane Wandbild entsteht. Auch kann es sein, dass spezielle Kleister empfohlen werden und sich nicht jede Farbe für einen Anstrich eignet. Die meisten Hersteller weisen diese Details aus. Weitere Tipps zum Tapezieren von Papierprägetapeten haben wir hier zusammengestellt.
 
 
Die geflochtene Struktur dieser Papierprägetapete passt sich hervorragend ihrer Umgebung an. (Erfurt)
Helle Wandfarben wirken auf Papierprägetapeten dezent und sehr stilvoll. (Erfurt)
Ausdrucksstarke Strukturen machen hochwertige Papierprägetapeten so beliebt. (Erfurt)
 

Glattvliese

Glattvliese – die vom Material her übrigens ähnlich einer Vliestapete ohne Prägung daherkommen – können gleich zwei Gründe für einen Einsatz haben. Zum einen sind sie als Renoviervlies als ein Untergrundprodukt gefragt, um Flächen glattzubekommen. zum anderen eignen sich Glattvliestapeten auch direkt als Wandverkleidung für ebene, homogene Wände.
 
 

Renoviervliese

Als Renoviervlies können Glattvliese unebene Wandflächen glätten, z. B. dort, wo alte Glasfasertapeten oder gekörnter Roll-Putz angebracht ist. Hierzu werden hochwertige Glattvliese einfach über die alte, strukturierten Oberflächen tapeziert und bilden so eine homogenen Untergrund, der danach mit dem gewünschten Wandbelag noch weiter beklebt wird. Mühsames Abspachteln oder Abschleifen entfallen.
 
 
Renoviervliese werden auf unebenen Untergrund  aufgebracht und glätten diesen für den anschließenden Wandbelag.  (Erfurt)
Dank speziellem Renovierungsvlies ruck, zuck zu modernen Wandoberflächen. (Erfurt)
 

Glattvliestapeten

Glattvliese können aber auch als überstreichbarer Wandbelag verwendet werden, mit dem man moderne, sehr gleichmäßige Wandflächen ähnlich wie bei einer Verputzung zaubern kann. Im Gegensatz zu verputzten Flächen können Glattvliese allerdings rissüberbrückend wirken, d.h. mögliche Setzrisse in der Wand sind mit Glattvliesen praktisch unsichtbar. Weiterer Vorteil: Die Wände sind unempfindlicher gegen leichte Stöße – Tschüss Macken. Nicht zuletzt ist auch das Anbringen vom Glattvliesen meist leichter und schneller als die Arbeit mit Putz. Wie genau das Anbringen von Glattvliesen vonstatten geht, wird hier erklärt.
 
Glattvliese stellen eine sehr gute Alternative zu Putz dar.  (Erfurt)
Glatte Wände: Mit Glattvliesen erzeugt man mit wenig Aufwand eine glatte, homogene Oberflächenoptik. (Erfurt)
 

2. Farben und Anstriche

Farben verändern das Ambiente und Wirkung von Räumen essentiell. So können passende Farben oder Farbeffekte kleinen Zimmern mehr Weite schenken, große Räume gemütlicher machen, einen ganz bestimmten individuellen Wohnstil unterstützen oder als Farbkombination tolle Akzente setzen. Aber woraus bestehen Wandfarben eigentlich? Wann kommen Latexfarben zum Einsatz? Und wie wirken sich die einzelnen Farben in Sachen Farbpsychologie auf die Atmosphäre im Raum aus? Wir geben einen kleinen Überblick über die Vielfalt an Möglichkeiten.

 

Je nach Wandfarbe kann sich die Stimmung im Raum wunderbar verändern lassen. (Alpina)
Der Handel liefert eine riesige Auswahl an Wandfarben, für jeden Raum und jeden Geschmack. Praktische Farbfächer helfen bei der Auswahl. (Leinos)
Wandfarben beeinflussen nicht nur die Atmosphäre des Raums, sondern können auch mehr Tiefenwirkung verleihen sowie ihn optisch vergrößern bzw. verkleinern. (Alpina)
 

Welche Farben gibt es?

Dispersionsfarben

Der Handel bietet für Innenwände und -decken i.d.R. sogenannte Dispersionsfarben an. Diese bestehen aus unterschiedlichen Pigmentstoffen, Bindemitteln (meist Natur- oder Acrylharze), Wasser sowie Füllstoffen. Dispersionsfarben haften gut an Wänden und Decken und sind – je nach Anbieter und Qualität – sogar spritz- und tropffest. Die Hersteller stellen heutzutage eine Fülle an Farben bereit. Zudem können die meisten weißen Dispersionsfarben mit Abtönfarben gemischt und folglich nahezu jeder Farbton hergestellt werden. Auch Kreativfarben, z. B. für ein Metallic-Finish, sind beliebt, um eine individuelle Wandgestaltung zu verwirklichen. Wer Wert auf Wohngesundheit legt, sollte zudem darauf achten, dass die Farbe (und im Übrigen auch die darunterliegende Tapete oder der Innenputz) diffusionsoffen und „dampfdurchlässig“ ist. Nur so kann die Wand „atmen“ und Feuchtigkeit findet den Weg zur Fassaden- oder Wandoberfläche.

Latexfarben

Latexfarben bieten sich für den Einsatz im Flur – zum Beispiel im Garderobenbereich – oder in anderen stark beanspruchten Räumen an. Meist ist der Name jedoch irreführend, denn moderne Latexfarben sind nicht länger mit Naturlatex versetzt, sondern erhalten ihre Eigenschaften durch Kunstharze: sie sind abriebsfest sowie wasserabweisend.

Feuchtraum-Farben

Spezielle Feuchtraum-Farben wirken dank ihres erhöhten Kunstharzanteils wasserabweisend, daher kommen sie meist in Räumen mit höherer Luftfeuchte, wie Bad, Küche oder Hauswirtschaftsraum, zum Einsatz. Oft sind Feuchtraumfarben bis zu einem gewissen Grad sogar abwaschbar und beinhalten darüber hinaus auch pilzabweisende Inhaltsstoffe. Sie helfen also dabei, einer Schimmelbildung vorzubeugen.
 
 
 
Wände sind aufgrund ihrer großen Fläche prädestiniert dazu, eine tolle Raumwirkung zu erzielen. (Alpina)
Grün, Gelb, Braun, Weiß oder Beige: Je nach eigenem Wohnstil und Geschmack lassen sich Wände in unzähligen Farben gestalten. (Alpina)
Bei einem kraftvollen Ton wie beispielsweise Rot kommt der Kontrast zu Weiß besonders brillant zur Wirkung. (Alpina)
 

Räume durch Farben verändern:

Kleine Räume vergrößern

Um kleinere Räume optisch zu vergrößern, bietet es sich an, die Wände in helleren oder pastelligen Tönen zu gestalten. Diese wirken nicht aufdringlich, im Gegenteil: Helle Farben treten in den Hintergrund und geben dem Zimmer so buchstäblich mehr Luft und Offenheit. Auch ist es sinnvoll, auf verschnörkelte Muster oder andere Elemente an den Wänden zu verzichten und sich lieber auf einen unifarbenen Anstrich zu konzentrieren. Sind die Räume zudem sehr niedrig, empfiehlt sich auch eine sehr helle, am besten weiße Deckenfarbe in Kombination mit niedrigen Möbeln, damit der Raum weniger gedrungen wirkt. Auch klobige Heizkörper am besten in der gleichen Farbe wie die Wände gestalten, dann treten sie kaum hervor.
 
 
Kleinere Räume wirken je nach Grundriss und Mobiliar mit der passenden Wandfarbe gleich viel geräumer.  (Alpina)
Luftig: Kleine Räume oder das Dachgeschoss lassen sich mit hellen Farben optisch strecken. (Alpina)
 

Große Räume gemütlicher machen

Ein guter Tipp, um große Zimmer einladend zu gestalten, ist die Möglichkeit, dem Raum mit Wand- und Deckenfarben klare Strukturen zu verleihen. Werden etwa die Wände nicht bis an die Decke herangestrichen, geht der verbleibende weiße Rest in das Weiß der Decke über. Die Folge: Der Raum wirkt niedriger und weniger „hallig“. Die Wandfarbe selbst kann grundsätzlich nach Geschmack gewählt werden, jedoch sollte sie sich nicht mit der Einrichtung „beißen“. Für die Auswahl der passenden Stimmungsnuance hilft unser kleiner Einblick in die Farblehre. Zusätzlich lassen sich große Räume mithilfe von Farben auch strukturieren. So helfen etwa Farbverläufe oder scharf voneinander getrennte Farbränder dabei, einzelne Bereiche im Raum optisch voneinander zu trennen. Dadurch erhält der Raum unterschiedliche Zonen, die dem großen Zimmer mehr Behaglichkeit verleihen.
 
 
Verschiedene (Wand-)Farben, die gut aufeinander abgestimmt sind, helfen dabei, große Räume optisch zu ordnen.  (Alpina)
Kontraste durch verschiedene Wandfarben teilen den Raum optisch in Zonen auf und machen ihn so gemütlicher. (Alpina)
 

Eine kleine Farbenlehre

Der Charakter eines Raums wird grundlegend durch seine Farbgebung mitbestimmt. Je nach ausgewählter Wandfarbe rufen diese auch unterschiedliche Stimmungen hervor. Daher bietet es sich an, die farbliche Wandgestaltung nicht ausschließlich nach dem Geschmack zu wählen, sondern auch den hauptsächlichen Nutzen des Raums in die Entscheidung miteinfließen zu lassen. Gelb, Blau und Rot sind als die sogenannten Primärfarben bekannt, die wiederum durch Mischung die Sekundärfarben Grün, Orange und Violett ergeben. Weitere Abstufungen entstehen dann aus der Mischung von Primär- und Sekundärstufen. Nicht zuletzt gibt in vielen Räumen auch Weiß oder Grau den Ton an. Hier stellen wir ein einem kleinen Überblick die gängigsten Farben und ihre Wirkung anhand der Farbenlehre vor:

Helle Töne wirken unaufgeregt und lassen Möbeln und Deko ausreichend Raum zur Entfaltung. (Alpina)
Gemütlichkeit zieht ein: Warme, erdnahe Töne machen Räume behaglich. Ideal z. B. fürs Schlafzimmer. (Alpina)
Kräftige Wandfarben wie Rot beleben und regen die Sinne an. (Alpina)
 

Primärfarben: Kräftige Wandfarben als Hingucker

Knallige Farben sind echte Eyecatcher. Allerdings sollten sie auch bewusst eingesetzt werden, z. B. nicht an allen vier Wänden, sondern reduziert an einer einzelnen Hingucker-Wand. Diese Fläche zieht dann alle Blicke auf sich und kann durch eine passende Dekoration bzw. besondere Möbelstücke noch stärker in den Fokus gerückt werden.

Die Farbe Rot

Rot steht für Energie, Liebe, Feuer, sie regt an, belebt die Sinne und setzt Akzente. Je nach Abstufung des Rottons können Wände in dunklem, bräunlichem Rot warm und gemütlich wirken. Bläuliches Rot hingegen wirkt modern und erfrischend. Wohnzimmer und Esszimmer z. B. können mit einer roten Wand also sowohl mehr Energie als auch Wärme und Lebenskraft erhalten. Für Kinderzimmer, Flur oder Home-Office hingegen eignen sich andere Farben meist besser.

Die Farbe Gelb

Gelb wirkt anregend, strahlend und belebend und wird häufig als kommunikative und fröhliche Farbe bezeichnet. Ideal, um z. B. Zimmern mit wenigen oder kleinen Fenstern mehr Licht zu verpassen. Zudem fördert Gelb die kreative Ader und deshalb gut für eine Wandgestaltung im Home-Office geeignet. Schaut man beim Arbeiten allerdings die ganze Zeit auf die Fläche, bietet es sich an, den Farbton etwas abgeschwächter oder als Pastellfarbe zu wählen, um nicht überreizt zu werden.

Die Farbe Blau

Je nach Farbton kann Blau ganz unterschiedlich wirken, von tief über kühl und beruhigend bis unaufdringlich. Im Schlafzimmer hilft etwa ein kühles Blau, um dem Raum Ruhe und Klarheit zu verleihen. Ein Türkisblau regt hingegen an und kann z. B. im Arbeitszimmer oder Lernzimmer die Konzentration fördern. Blau weckt auch immer die Assoziation nach Weite, Meer und Himmel, ein Grund, weshalb viele sich auch im Bad für eine Wandgestaltung mit Blau entscheiden.
 
 
 
Rot als Wandfarbe wirkt anregend und modern, solange es wohldosiert zum Einsatz kommt. (Alpina)
Strahlendes Gelb: mit dieser leuchtenden Wandfarbe startet man belebt in den Tag. (Alpina)
Je nach Nuance kann Blau in Räumen beruhigend und unaufgeregt wirken. (Alpina)
 

Sekundärfarben

Die Farbe Grün

Grün wird häufig mit Hoffnung, Natur und Frische und Leben in Verbindung gebracht. Für die Gestaltung bedeutet das, dass Räume mit grünen Wänden – besonders in Verbindung mit viel Holz – sehr einladend und beruhigend wirken, ideal z. B. für eine Wandgestaltung im Schlafzimmer oder Wohnzimmer. Sind Gelbtöne vermischt, kann der Raum, bspw. das Arbeitszimmer, auch inspirierend und vitalisierend sein.

Die Farbe Orange

Orange kann positive Stimmungen wecken, dynamisch wirken und sogar den Appetit anregen – ein Grund, warum Orange gern in Küchen und Esszimmern oder anderen kommunikativen Orten zum Einsatz kommt. Je nach Ausprägung der Leuchtkraft gilt aber auch: wohldosiert ist besser als zu viel.

Die Farbe Violett

Violett, oder auch Lila, ist eine sehr moderne Wandfarbe, die je nach Material- und Farbkombinationen im Raum von luxuriös und elegant bis romantisch nahezu jeden Charakter annehmen kann.
 
Hellere Grüntöne wirken inspirierend und fördern vitalisierend: ideal für die Wandgestaltung im Arbeitszimmer. (Alpina)
Rotorange ist freundlich, unaufdringlich und kreiert das perfekte Ambiente für gesellige Stunden. (Alpina)
Wer einen Hauch von Luxus kreieren möchte, der greift bei der Wandfarbe zu einem ein opulenten Violett. (Alpina)
 

Die „Nicht-Farben“: Weiß, Grau und Schwarz

Weiß

Weiß ist Sinnbild für Reinheit, Klarheit und Leichtigkeit – und als Reinweiß wohl auch die häufigste Wandfarbe. Beim Kauf gilt es nur darauf zu achten, wie gut die Farbe deckt, um etwaige Unebenheiten oder Flecken direkt abdecken zu können. Auch sollte man überlegen, ob man mattes oder glänzendes Weiß bevorzugt. Mischt man der weißen Wandfarbe ein paar Pigmente bei, erhält man leicht getönte Weißformen, wie Cremeweiß, Elfenbein oder Eierschale. Am besten setzt man bei der Wandgestaltung von vorneherein auf die Kombination verschiedener akzentuierter Weißtöne, denn diese verleiht Räumen eine beruhigte, wohnliche Atmosphäre.

Grau

Grau ist auffallend oder aufdringlich zu sein. Grautöne im Raum sind alles andere als trist oder langweilig, sondern verleihen dem Raum als Wandfarbe mehr Tiefe und ist zudem ein echter Teamplayer, der andere Farbtöne hervorragend zur Geltung kommen lassen kann.

Schwarz

Selbst Schwarz kann als Wandfarbe zum Einsatz kommen. An kleinen, ausgewählten Flächen setzt es kontrastreiche Akzente, ohne den Raum finster werden zu lassen. Einige schwarze Streifen der Länge nach an der Wand können das Zimmer z. B. optisch strecken und machen den Raum zudem sehr individuell.
 
 
 
Weiße Wandfarbe passt nahezu überall und lässt sich prima kombinieren. (Alpina)
Grau an der Wand ist eine klassische und stilvolle Farbe, die zum Relaxen einlädt. (Alpina)
Wohl dosiert kann Schwarz als Wandfarbe tolle Kontraste setzen, z. B. vor hellen Lichtschaltern oder in Ecken und Nischen. (Hager)

Design- und Fototapeten

Designtapeten

Mit Designtapeten, die schon vollkommen fertig gestaltet oder mit Farbe versehen sind, hat man ebenfalls tolle Möglichkeiten, seinen Wänden mehr Pfiff zu verleihen. Ob moderne Muster, extravagante Ornamente oder Retro-Designs: Die Auswahl ist hier nahezu grenzenlos und sollte ganz nach eigenem Geschmack und Raum getroffen werden. Das Tolle: Mit Designtapeten können auch ganz andere Materialien oder Oberflächenoptiken nachgeahmt werden. So gibt es Designtapeten, die aussehen wie Steinwände, Holz oder Fliesen, aber natürlich schneller und leichter angebracht sind. Ebenso sind knallige Muster oder royale Elemente sehr beliebt. Vor allem Wohn- und Schlafzimmer eignen sich dafür, an einer sogenannten Eyecatcher-Wand einen tollen Hingucker zu kreieren und hingegen die anderen Wände neutraler zu gestaltet. Aber natürlich bietet sich die anderen Räume an, um seinen eigenen Stil mit einer neuen Tapete zu untermalen – von dezent bis aufregend. Meist sind Designtapeten als Vliestapete erhältlich. Aber natürlich gibt es auch Tapeten, in denen Perlen, Metalle, Seide oder andere Materialien eingearbeitet sind – das sorgt für außergewöhnliche Hingucker. Wichtig ist nur, sowohl beim Material der Tapete selbst als auch beim Aufdruck oder der Prägung auf Qualität zu achten. Sonst verliert das neue Wandkleid schnell an Schönheit. Auch sollte man beim Tapezieren von z. B. fortlaufenden Mustern ein bisschen Geschick mitbringen, damit keine Nähte oder unsaubere Übergänge die Optik der Wandfläche stören.

Fototapeten

Mit Fototapeten bekommt man je nach Hersteller tolle Fotografie-Aufnahmen in gestochen scharfer Qualität an die Wand. Viele Anbieter haben eine riesige Auswahl an Motiven, aus denen man seinen Favoriten wählen kann. Das können Landschaften sein, Skylines, bekannte Kunstwerke, Motive fürs Kinderzimmer und vieles mehr. Wer es besonders individuell gestalten möchte, kann sogar seine eigenen Bilder von Digitalkamera oder Smartphone in Überlebensgröße auf Tapete drucken lassen. Ob das Strandbild, das geliebte Haustier, die Freunde oder der letzte Urlaubs-Schnappschuss. Am besten achtet man darauf, dass der Druck auf Tapete als hochwertiger Digitaldruck umgesetzt wird, sodass Pixel für Pixel perfekt widergegeben wird. Hierbei ist eine Vliestapete meist das Trägermaterial. Wer besondere Akzente oder eine besondere Farbbrillanz möchte, kann sogar auf strukturierte Vliestapeten zurückgreifen. Diese erzeugen dank ihrer besonderen Oberfläche ein Spiel von Licht und Schatten und lassen das eigene Bildmotiv noch realistischer aussehen. Eigene Foto- bzw. Digitaldrucktapeten werden „on demand“, also speziell nach erteiltem Auftrag, angefertigt und können dann zu Hause an die Wand gebracht werden. Oft helfen vorgefertigte Online-Tools der Hersteller dabei, dass das Motiv noch individuell bearbeitet sowie schlussendlich in den richtigen Maßen hergestellt werden kann. Da aber auch hier die Motivauswahl und nicht zuletzt das Anbringen doch durchaus „tricky“ sein können, kann man bei besonderen Herausforderungen auch alles über den regionalen Maler anfertigen und tapezieren lassen. Denn am Ende soll die Wand ja alle begeistern.
 

 

Bestimmte Designtapeten ahmen den Look anderer Materialien wie z. B Holz nach. (Erfurt-JuicyWalls)
Wie am Meer: Maritime Motive an der Wand holen Urlaubsflair nach Hause. (Erfurt-JuicyWalls)
Auch eigene Fotos, etwa von der letzten Safari durch Afrika, sorgen an der Wand für die Extraportion Individualität und tolle Erinnerungen. (Erfurt-JuicyWalls)
 
So lässt es sich arbeiten: Der Blick aufs Brandeburger Tor an der Wand bringt Metropolen-Stimmung ins Home-Office. (Erfurt-JuicyWalls)
Kunstwerke in Überlebensgröße an der eigenen Wohnzimmerwand: Auch das geht mit Designtapeten. (Erfurt-JuicyWalls)
Holz bringt Atmosphäre ins Bad!. Auch dann, wenn das Holz gar nicht echt ist, sondern auf Motiv-Tapete gedruckt wurde. (Erfurt-JuicyWalls)
 

4. Sichtmauerwerk und Sichtbeton

Sichtmauerwerk

Der Industrie-Stil liegt bei der Gestaltung von Wohnräumen voll im Trend. Pures Mauerwerk an der Wand kann diesen Look gekonnt unterstreichen. Man erschafft ihn entweder mithilfe von Designtapeten oder Fototapeten, z. B. in Steinoptik. Oder man lässt – abhängig von der Bauweise des Gebäudes – einfach die unverputzte Wand stehen. Mit Mauersteinen, z. B. Ziegel oder Kalksandstein, kann man so ein echtes Industrie-Feeling entstehen lassen. Je nach Verlege- und Fugenausrichtung erhält die Wand dabei eine dreidimensionale Optik, die dem ganzen Wohnraum mehr Tiefe verleiht. Der Wandbaustoff Kalksandstein ist dabei bekannt für seine weiße Farbe und kommt als Sichtmauerwerk kraftvoll und ästhetisch zugleich daher. Wer es stimmungsvoll mag, kann entweder an manchen Stellen farbige Steine verbauen oder sogar LED in die Fugen einarbeiten lassen. Darüber hinaus ist Kalksandstein ein sehr ökologischer Baustoff und besteht aus den natürlichen Ressourcen Wasser, Sand und Kalk. Er gleicht Schwankungen der Raumluftfeuchte aus, wodurch das Klima im Zimmer positiv beeinflusst wird.

Sichtbeton

Auch mit Beton lassen sich tolle Sichtbetonwände für den Innenbereich gestalten. Hier bleibt die nackte Wand bewusst unverkleidet und erzeugt so eine Optik im angesagten Loft-Stil. Doch natürlich ist es nicht immer möglich, die puren Wände freizulegen oder sich schwere Betonelemente in die Wohnräume zu holen. Hier kann man sich mit Alternativen behelfen, die den Beton-Look täuschend echt nachstellen. Manche Farbenhersteller bieten z. B. Effektfarben-Sets an, mit denen man sowohl die typische Färbung als auch die Struktur von Beton im DIY-Verfahren an die Wand bringen kann. Auch Öle werden angeboten, die auf Wänden oder anderen Oberflächen die gewünschte Optik des massiven Baustoffs nachahmen. und natürlich gilt auch hier: Zahlreiche Anbieter halten Fototapeten im angesagten Betonlook bereit. Diese sind im Handumdrehen angebracht und stehen echtem Sichbeton kaum in etwas nach.
 

 

Modern und doch urgemütlich: Sichtbeton an der Wand gibt Wohnrämen das besondere Tewas. (InformationsZentrum Beton)
Sichtmauerwerk aus Kalksandstein: Mit LEDs lässt sich an der Wand noch mehr Stimmung kreieren. (Bundesverband Kalksandsteinindustrie)
Eine selbstgestaltete Betonwand lässt sich auch mit besonderen Effektfarben-Sets realisieren. (Alpina)
 
Wände und Oberflächen erhalten auch mit Hilfe bestimmter Öle die gewünschte Betonoptik. (Osmo)
Wände aus Beton sind nicht nur elegant anzusehen, sie helfen auch, das Raumklima und die Akustik im Raum zu verbessern. (InformationsZentrum Beton)
 

5. Fliesen für die Wandgestaltung

Fliesen sind nicht nur in ihrer Materialbeschaffenheit unglaublich vielseitig, auch in ihrer Verwendung kommen ihnen zahlreiche Verarbeitungsmöglichkeiten zu. So können Fliesen, oder auch Kacheln genannt, sowohl als Bodenbelag zum Einsatz kommen als auch für eine designstarke Wandgestaltung geeignet sein. Das Angebot ist enorm. Fliesen sind in unzähligen Formaten, Farben, Stilrichtungen und Designs erhältlich, von der kleinen Mosaikfliese bis zum XXL-Format. Ob Naturstein oder Keramik, ob mit vielen oder wenig Fugen, ob durchgängig verlegt oder als Fliesenspiegel: Wir zeigen, welche Arten von Fliesen es gibt, wie Fliesen in der Wandgestaltung eingesetzt werden können und welche Wirkungen sich mit ihnen erzielen lassen:

Mit keramischen Fliesen verwandelt sich das Bad in einen Wellnesstempel (Eurobaustoff)
Mit Fliesen an Wand und Boden lassen sich optisch tolle Designs erschaffen. (Tile of Spain)
Kleine Fliesen bzw. Mosaikfliesen kommen in auffälligen Farben an der Wand toll zur Geltung. (hagebau)
 

Fliesen aus Naturstein

Naturmaterialien wie Marmor, Schiefer, Kalkstein oder Onyx bieten sich an, zu Fliesen verarbeitet zu werden. Aufgrund ihrer Beschaffenheit und Robustheit benötigen sie von Natur aus keine Beschichtung oder Imprägnierung. Häufig kommen z. B. Marmorplatten im Bad zum Einsatz, passend zu Spülbecken oder Schrankelementen. Jedoch ist auch immer zu beachten, dass einige Naturmaterialien ein enormes Gewicht mitbringen und deswegen oftmals als Bodenbelag bevorzugt werden. Grundsätzlich können aber mit allen Natursteinfliesen auch Wände gestaltet werden. Das Tolle: Die natürlichen Oberflächen sind alle einzigartig gestaltet, dadurch holt man sich echte Unikate in den Wohnraum. Optische Highlights lassen sich zum Beispiel mit kleinen Mosaiken, Schiefer(bruch)platten oder Verblendern setzen.

Die Ästhetik von Naturstein an der Wand verleiht dem Wohnbereich eine moderne und zugleich natürliche Note. (Stonegate)
Die Gestaltung dieser Natursteinwand wurde mit LEDs gekonnt aufgewertet. (Schlüter-Systems)
Wandverkleidungen aus Schiefer oder ursprüngliche Steinfassade, mit Natursteinen lassen sich Wohnwände sehr ursprünglich gestalten. (Stonegate)
 

Zementfliesen

Zementfliesen werden nicht gebrannt, sondern getrocknet. Viele der erhältlichen Produkte werden zudem noch in Handarbeit hergestellt und weisen filigrane und optisch sehr ansprechende Muster und Designs auf. Eine Behandlung mit Imprägnierung und Wachsen erfolgt nach der Verlegung, wodurch die Fliesen unempfindlich gegenüber Flecken werden.

Die Oberfläche einer Zementfliese ist porös und ird nach dem Verlegen versiegelt. Zementfliesen kommen daher im Innenbereich mit leichter bis mittlerer Beanspruchung zum Einsatz. (Golem)
 
 
 
 

Keramische Fliesen

Keramische Fliesen bzw. keramische Platten werden i.d.R. aus Ton und Wasser sowie aus Zugaben wie Sand, Feldspat, Quarzsand und auch Farbstoffen hergestellt. Unterscheiden lassen sie sich in Feinkeramik und Grobkeramik. Zu Feinkeramik gehören zum Beispiel Steinzeug und Steingut, zu Grobkeramik Klinkerplatten, Terrakotta, Spaltriemchen oder Formsteine. Keramik wird gebrannt, je nach Art bei 900 bis 1.200 Grad Celsius, während sie durch hohen Druck in Form oder stranggepresst wird. Weiterhin besitzen keramische Fliesen auch wohngesunde Vorteile. So sind sie etwa raumluftneutral, sprich, sie setzen keine bedenklichen Schadstoffe frei. Zudem sind sie sehr pflegeleicht, denn Flecken und Staub, aber auch Pilze und Bakterien haben auf glasierten Oberflächen keine Chance. Das macht diese Fliesen auch geeignet für Haushalte mit Allergikern.

Grobkeramik: Das typisch rötliche Terrakotta wird bei niedrigen Temperaturen gebrannt und nicht glasiert. Aufgrund ihrer warmen Farbgebung sind die empfindlicheren Platten im Innenbereich sehr gefragt, z. B. als Boden- oder Treppenbelag, weniger jedoch an der Wand. Spaltplatten und Spaltklinkerplatten sind robust und widerstandsfähig und vor allem draußen beliebt. Sie werden stranggepresst, also erst nach dem Brand aufgespalten, und aufgrund der so entstehenden ungenaueren Abmessungen mit größeren Fugen verarbeitet.
 
Feinkeramik: Steingutplatten sind zunächst nicht wasserdicht und erhalten diese Eigenschaft erst durch eine anschließende Glasur. Dadurch können sie auf der Vorderseite gut gereinigt werden. Eingesetzt werden sollten sie aber ausschließlich im Innenbereich, da sie frostempfindlich sind. Fliesen und Platten aus Steinzeug bzw. Feinsteinzeug (sehr kompakt und verdichtet) sind dagegen aufgrund ihrer hohen Brenntemperatur frost- und wetterbeständig sowie sehr abriebfest. Als vielseitiger Bodenbelag im In- und Outdoorbereich sind sie perfekt, ebenso spricht einer Verwendung auch als Wandbelag, z. B. in Bad oder Küche, nichts dagegen. Da sie in nahezu jede Form gepresst werden können, sind unzählige Formate und Größen möglich.
 

Designs und Trends

Zahlreiche Hersteller bieten keramische Fliesen in designstarken Dekoren und außergewöhnlichen Formen an – und bieten somit immer wieder gute Gründe für eine neue Wandgestaltung mit Fliesen. Ob 80er-Jahre Retrodesign, skandinavischer Purismus oder mediterrane Farbgebungen, ob XXL-Fliesen, Mosaikfliesen oder erlaubt ist, was gefällt. Sogar die Nachbildung anderer Materialien, wie etwa Holz, sind möglich. Werden diese noch ergänzt durch lebendige Verlegemuster, entstehen vertikale Highlights an der Wand. Wir stellen einige Trends und Ideen vor.
 
 
Metrofliesen im Kleinformat bringen den Art déco Stil alter europäischer U-Bahnhöfe an die Wand. (Tile of Spain)
 
 
Schwarz-Weiß trifft auf Neon: Diese Fliesen-Serie perfektioniert den Retro-Look. (Tile of Spain)
 
Perfekte Imitation von Holz-Optik: Diese keramischen Fliesen an Wand und Boden sehen dem natürlichen Baustoff zum Verwechseln ähnlich. (Tile of Spain)
 
Wem die Auswahl an Fliesenfarben, -formen, -mustern und -motiven noch nicht genügt, greift auf die neue Alternative Fotofliesen zurück. (Keramik Orion)
 
 
Durch Ink-Jet Druckverfahren lassen sich sogar zarte Designs in textilem Leinenloook auf großformatige Wand- oder Bodenfliesen drucken. (Tile of Spain)
 
 
Dank keramischen Fotofliesen können Wände mit einzigartigen Motiven und jedem beliebigen Bild gestaltet werden. (Keramik Orion)
 
 
Floraler Fliesenverband, marmorierte XXL-Fliesen an der Wand und grau schimmernde am Boden, so geht modernes Bad-Design. (V&B Fliesen)
 
 
Raffiniertes Retro-Design in modernen Grautönen: Wandgestaltung mit Fliesen. (Tile of Spain)
 
 
Extravagante Abwechslung ins Bad bringen sogenannte Patchwork-Fliesenteppiche. (V&B Fliesen)
 
 
Es müssen nicht immer echte Fliesen sein: Diese Mosaikfliesen sehen täuschend echt aus, sind aber aus Vinyl hergestellt. (Fliesen Welscheit)
 
 
Fliesen überzeugen: Wandfliesen in Steinoptik, Arbeitsthresen im Fliesenlook und zeitlose Bodenfliesen geben eine tolle Kombination ab. (Keramik Orion)
 
 
Wie die Wand so der Boden: Fliesen in mediterranen Farben und spannenden Verlegeverbänden verpassen dem Bad ein Finka-Feeling. (Tile of Spain)
 
 
 

6. Wandgestaltung mit Paneelen

Paneele, auch Vertäfelungen genannt, sind eine großartige Möglichkeit, Wände oder auch nur Teile von Wandflächen formschön zu verkleiden. Als top Alternative zu Tapete, Fliese oder Putz erfreuen sich Paneele immer größerer Beliebtheit. Warum? Sie sind einfach angebracht, in unzähligen Dekoren und Materialien erhältlich – und für nahezu jeden Wohnstil gibt es die passende Lösung. Toller Zusatznutzen: innovative Paneele können sogar dabei helfen, die Akustik im Raum zu verbessern. Ob Stein, Holz, Stuck & Co., wir stellen die gängigsten Arten von Paneelen vor und zeigen schöne Beispiele:

Steinpaneele

Steinpaneelen sind oftmals an äußeren Fassaden zu finden, da sie sehr schwer sind. Je nach Bauart können aber auch Wände im Innenbereich umgesetzt werden. Vor allem in Nassräumen oder als Wand um Dusche oder Wanne herum bieten sich kleinere Vertäfelungen aus Stein an, da sie von Natur aus wasserfest sind. Oftmals sind Paneele in Steinoptik aber Nachbildungen aus Kunststoff oder Hartschaum, die dank ihres geringen Gewichts und der leichten Anbringung nahezu überall an Wand und Decke montiert werden können.

Holzpaneele

Ursprünglich aus dem Schwarzwald oder Berghütten bekannt, haben sich Holzpaneele zu tollen Design-Elementen in modernen Wohnräumen gemausert. Es gibt mittlerweile viel mehr als nur Eiche rustikal: Die Bandbreite an Holzpaneelen ist riesig, ganz nach eigenem Geschmack und Einrichtungsstil, von Ahorn über Weißeiche, Kiefer oder Buche. Dabei eignen sich Wandpaneele aus Holz für alle Räume, ausgenommen Feuchträume wie Küche oder Bad. Manche Hersteller bietet speziell für diesen Zweck bearbeitete Echtholzpaneele an, aber hier sollte unbedingt genau auf die Produktbeschreibung geachtet werden, damit man lange Freude daran hat.
 
 
Paneele und Riemchen in Steinoptik greifen den Look von Natursteinen auf, sind aber leichter in Gewicht und Anbringung. (Rimini)
Bei Spaltholz ist Paneel für Paneel ein Unikat, sodass Wand und Co einen individuellen, ursprünglichen Charakter erhalten. (Werkstoff-Verbund-System)
 

Stuckpaneele

Paneele aus Stuck oder in Stuck-Optik sind besonders in Villen, Jugendstilhäusern oder Altbauten beliebt. Und überall dort, wo dieser Look erzeugt werden soll. So können moderne Einrichtungen mit klassischen Elementen kombiniert werden. Die wenigsten Hersteller fertigen Stuck-Paneele noch aus Gips, sondern meist aus Kunststoff. Das Material ist gut zu verarbeiten, leicht im Gewicht und flexibel einsetzbar. Ob als Vertäfelungen, Leisten oder Wand- und Deckenelemente – die Vielzahl und Vielseitigkeit für die Wandgestaltung mit Stuck ist groß.

Dekorpaneele

Meistens bestehen Dekorpaneele aus MDF-Platten oder anderen Stoffen, die mit bedruckten Papieren oder weiteren Beschichtungen überklebt werden. Durch diese Techniken lassen sich nahezu alle gewünschten Designs und Oberflächen-Optiken nachbilden. Ob Paneele in Holzoptik, in Stein-Optik oder in diversen Mustern oder Elemente. Sogar dreidimensionale Vertäfelungen sind möglich, sodass der Raum noch mehr Tiefe erhält. Oft werden diese Vertäfelung aufgeschäumt und dann mit bedruckten Papieren beklebt. So sehen sie oft nicht nur aus wie Leder oder Beton, sondern fühlen sich auch so an. Und: Im Gegensatz zu Echtholzpaneelen sind z.B. viele Dekorpaneele auch im Bad möglich und lassen den Traum von mehr Natur im Raum wahr werden.
 
Übrigens: Heutzutage verfügen viele Paneele nach der Anbringung über eine sogenannte Nullfuge, das heißt, man erkennt kaum noch Zwischenräume zwischen den einzelnen Vertäfelungen. So kann man auch umfangreiche Wandflächen in einem einheitlichen Look gestalten. Weiterhin bieten einige Hersteller die Möglichkeiten, ihre Paneel-Systeme um weitere Elemente zu ergänzen. Etwa lassen sich Paneele als Magnetbrett oder sogar als beschreibbare Tafel nutzen. Auch der Einbau von LED- oder anderen Lichtbändern oder das Einhängen von Aufbewahrungsboxen ist möglich. So macht man sich eine Wandgestaltung mit Mehrwert. Manche Hersteller von Laminat oder Parkett bieten auch an, ihre Produkte als Paneele zu verwenden. Dafür halten sie spezielle Monatgesysteme, Befestigungsschienen und -klammern. Das ermmöglicht eine einheitliche Gestaltung von Boden- und Wandflächen.
 
Hingucker an der Wand: 3-D-Wandpaneele gibt es in vielen unterschiedlichen Dekoren. (Logoclic)
 
 
Der Look von Betonwänden oder Steinmauern lässt sich mit Paneelen nachbilden – die fugenlose Verlegung der Platten ermöglicht dabei ein authentisches Aussehen. (Parador)
 
 
Diese 3-D-Paneele können beliebig ausgerichtet werden: gleichmäßig, gestaffelt oder „wild". (Logoclic)
 
Die Kunststeinwände in natürlicher Steinoptik sind aus glasfaserverstärktem Polyesterharz gefertigt. (NCM)
 
 
Wände werden durch Wandpaneele in 3-D Optik zu wahren Blickfängen. (Wolcolor)
 
 
Praktisch: an Wandpaneelen können auch Aufbewahrungsboxen oder -schienen befestigt werden. (Witex Flooring)
 
 
Das 3-D Wandpaneel sorgt für einen echten Hingucker im Arbeitszimmer. (Saarpor)
 
Mit dekorativen Filz-Paneelen wertet man das Wohnambiente optisch auf. (monofaktur)
 
 
 

Akustikpaneele

Eine besondere Form von Paneelen sind sogenannten Akustikpaneele. Sie eignen sich nicht nur für Büros, sondern in sämtlichen Wohnräumen, wo die Geräusche reduziert werden sollen. Akustikpaneele absorbieren Geräusche, mindern also den Geräuschpegel und verbessern die Akustik im Raum – es hallt weniger. Neben ihrer akustischen Funktion sind diese Paneele aber auch ein tolles Designelement. Ihre Anbringung kann an Decken und Wänden erfolgen. Entweder über die gesamte Fläche oder auch nur als stilvolle Einzel-Paneele in zahlreichen Formen und Designs. Allerdings macht es Sinn, ihre Platzierung anhand der Lärmquelle vorzunehmen, um eine bestmögliche Wirkung zu erzielen. Akustikpaneele bestehen i.d.R. aus einem absorbierenden Schaumstoffkern und einem bedruckten Bezug aus Stoff. Manche Hersteller nutzen auch reine Naturmaterialien, wie etwa Schafwolle, die darüber hinaus sogar die Luftqualität im Raum positiv beeinflussen kann.
 
Akustikpaneele gibt es in vielen Formen und Größen – so findent sich genau die Variante, die zum Wohnstil passt. (Tante Lotte/Whisperwhool)
 
 
Wandpaneele zaubern in Kombination mit natürlichem Baumwollputz exklusive 3D-Effekte an die Wand. (Wolcolor)
 
 
Akustikpaneele aus Schafwolle absorbieren Geräusche und machen Wohräume ruhiger. (Tante Lotte/Whisperwhool)
 
 
 

Kataloge und Prospekte

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