KAMINÖFEN
Welcher Typ
passt zu mir
 

Welcher Kaminofen-Typ passt zu mir?


Antworten auf die 7 wichtigsten Fragen zum Kaminofenkauf

 
(Foto: Contura)

Ofenwärme schenkt Geborgenheit

Moderne Kamin- und Kachelöfen sowie Heizkamine verbreiten binnen kürzester Zeit angenehme Wärme im ganzen Raum, schonen dabei die Ressourcen und das Portemonnaie und sind deshalb in der Übergangszeit als Heizquelle unschlagbar. Doch welcher Ofentyp ist der Richtige fürs eigene Zuhause? Erfahren Sie in sieben Schritten, wie Sie Ihr Traummodell finden.
 

Die verschiedenen Ofenarten

1.1 Der Kachelofen

1.2 Der Kaminofen und seine Formen

1.2.1 Der Pelletofen

1.2.2 Der Heizkamin

1.2.3 Der Gaskamin

 

Der Kachelofen – (S)eine Geschichte

Ob im barocken Schlosssaal, in der Stube eines alten Bauernhauses oder im modernen Wohnambiente: Seit Jahrhunderten bringt der Kachelofen behagliche Wärme in das eigene Zuhause. An der grundlegenden Technik hat sich seither nicht viel verändert, wenngleich moderne Modelle heute problemlos mit regenerativen Heizsystemen wie beispielsweise einer Photovoltaikanlage kombiniert werden können, und natürlich – im Gegensatz zu ihrem Vorgänger, dem offenen Kamin – über einen geschlossenen Feuerraum verfügen.

Gesunde Strahlungswärme

Kachelöfen sind überdies die schönere und gesündere Heizung, denn ihr Mantel aus Keramik verleiht ihnen nicht nur ihren einzigartigen Charakter – jeder Kachelofen wird vom Ofenbauer individuell in meisterlicher Handwerksarbeit gesetzt –, sondern die hochwertige Ofen-Keramik gibt die gespeicherte Wärme über viele Stunden langsam wieder an den Wohnraum ab. Diese milde Strahlungswärme wird als besonders angenehm empfunden und belastet die Atemwege nicht durch trockene Luft und Wärme.
 

Ein Partner fürs Leben

Ein Kachelofen ist dann die richtige Feuerstätte, wenn man eine große und leistungsstarke Wärmequelle wünscht, die auch als Alleinheizung für ein Gebäude und für die Warmwasserproduktion genutzt werden kann. Ein Kachelofen hat einen vergleichsweise hohen Platzbedarf. Kurz: Er ist nichts für nur eine Saison; mit einem Kachelofen geht man eine lebenslange Beziehung ein.
Feuer verbreitet seit jeher ein Gefühl von Geborgenheit. Mit einem modernen Kachelofen ist es heute möglich, sich dieses Erlebnis umweltschonend, wertbeständig und nachhaltig in die eignen vier Wände zu holen. (Inderwies Keramik)
 
Die Ursprünglichkeit von Feuer spricht den Menschen als emotionales, sensitives Wesen an. (Inderwies Keramik)
Farbgebung, Aufteilung und Design des Kachelofens passen ideal in die Raumgestaltung und werten sie deutlich auf. (Verband der Keramischen Industrie/Gutbrod)

Vorteile eines Kachelofens

+ Keramik: ein natürlicher Wärmespeicher
+ Lang anhaltende, milde Strahlungswärme
+ mit innovativer, umweltschonender Feuerungstechnik kombinierbar
+ Charakterstück und ein Begleiter fürs Leben
+ individuelle Gestaltung möglich
+ echte Handwerkskunst, immer ein Unikat
 

1.2 Der Kaminofen und seine Formen

Raum- und Feuerwunder Kaminofen

Ein Kaminofen ist ideal für alle, die behagliche, angenehme Wärme wünschen, das Flammenspiel genießen und eher einzelne Räume beheizen möchten, aber nicht so viel Platz zur Verfügung haben wie für einen klassischen Kachelofen nötig wäre. Er lässt sich flexibel in kleineren Wohnungen oder Mietwohnungen installieren und sogar im Falle eines Umzugs mitnehmen. Von der zu beheizenden Raumgröße hängen die Größe des Modells, seine Heizleistung und mit welchem Brennstoff der Kaminofen betrieben wird, ab.

 

Entspannt in die kalte Jahreszeit: Die Heizleistung des  wasserführenden Pelletofens unterstützt die Zentralheizung auf effiziente, kostengünstige und umweltschonende Weise. (Foto: HAAS+SOHN OFENTECHNIK GMBH)
 
Der  Panoramakamin ist mit dreiseitigem Glas als Komplett-Bausatz erhältlich. (Foto: Mandl & Bauer GmbH)
Der Kaminofen verkörpert pure Eleganz. Das Design und die dreiseitige Glasscheibe lenken alle Blicke auf sich. (Foto: Olsberg GmbH)
Kaminöfen sind Designstücke und effiziente Heiztechnik zugleich. (Foto: Contura)
 
Wärmestrahlung und Feuerschein auf hohem Niveau: Brennkammer und Glastür sind besonders hoch angeordnet. (Foto: Contura)
Die Verkleidung aus wärmespeicherndem Speckstein verleiht dem Kaminofen viel Natürlichkeit.  Die großzügige Glasfront sorgt dafür, dass man den faszinierenden Tanz der Flammen stets im Blick behält. (Foto: Contura)
 

Vorteile eines Kaminofens

+ Kostengünstige Zusatz- und Zweitheizung
+ Effiziente Heiztechnik
+ Auch für kleine Räume, Miet- und Eigentumswohnungen geeignet 
+ Schöne Feuersicht 
+ Transportabel

1.2.1 Der Pelletofen

Ein Pelletofen ist mit einem Kaminofen vergleichbar. Allerdings verbrennt ein Pelletofen statt Holzscheiten Pellets. Dabei handelt es sich um Holzpresslinge, die Dank ihrer geringen Restfeuchte über einen hohen Heizwert und eine hohe Energiedichte bei gleichzeitig niedrigen Emissionen und geringem Platzbedarf verfügen.

Heizen mit Presslingen

Den Brennstoff gibt man beim Pelletofen nicht direkt in den Feuerraum, sondern in einen integrierten Lagerbehälter. Vorteil dieser Heizmethode ist, dass weniger Asche anfällt und nicht konstant nachgefüllt werden muss. Außerdem muss man keine Holzscheite zwischenlagern, was immer mit ein bisschen Dreck verbunden ist und ebenfalls Platz beansprucht. Ein Pelletkamin kann sowohl als Einzelraum-Heizung als auch als modulares Heizsystem für die gesamte Wohnung genutzt werden.

 
Ein Pelletofen ist energieeffizient und man spart im Vergleich zum mit Holzscheiten befeuerten Kaminofen den Platz zum Lagern des Brennmaterials. (Foto: epr/HAAS+SOHN Ofentechnik)
 
 
 

Vorteile eines Pelletofens

+ Moderne, effiziente Heiztechnik mit hohem Wirkungsgrad
+ Pellets: hohe Energiedichte, wenig Platzbedarf
+ Komfortabler Heizbetrieb
+ Flexibel: als Einzelraum-Heizung oder modulares Heizsystem nutzbar
 

1.2.2 Der Heizkamin

Als Weiterentwicklung des klassischen offenen Kamins punktet der Heizkamin vor allem mit einem sehr ursprünglichen Feuererlebnis. Anders als sein Vorläufer ist er jedoch mit einem modernen Heizeinsatz, der einen geschlossenen Feuerraum bildet, ausgestattet. Der Wirkungsgrad ist damit um einiges höher als beim offenen Kamin, und auch die Verbrennung ist dadurch umweltfreundlich sowie energieeffizient.

Feurige Atmosphäre

Ein Heizkamin ist für all jene die richtige Wahl, denen es vorrangig um die Feueratmosphäre mit Heizleistung und schneller Wärmeabgabe geht. Heizkamine punkten mit großer Feuersichtbarkeit und großzügigen Sichtscheiben. Daneben gibt es auch wasserführende Kamineinsätze, die effizient zur Unterstützung des Heizungs- und Warmwasserkreislaufs beitragen können.

 
Anders als ein offener Kamin ist ein Heizkamin  mit einem modernen Heizeinsatz, der einen geschlossenen Feuerraum bildet, ausgestattet. Der Wirkungsgrad ist damit um einiges höher. (Foto: Contura)
 
Moderne Heizkamine sind unkompliziert zu bedienen und geben rasch Wärme ab. (Foto: Tulikivi)
Ein moderner Heizkamin ist als Weiterentwicklung des klassischen offenen Kamins das wärmende Herz eines jeden Zuhauses. (Foto: Contura)

Vorteile eines Heizkamins

  • Hoher Wirkungsgrad
  • Emissionsarme, innovative Feuerungstechnik
  • "Offener Kamin"-Effekt jedoch mit verschließbarem Feuerraum
  • Angenehme Strahlungswärme über großzügige Sichtscheibe
  • Große Feuersichtbarkeit
  •  Flexibilität: kann auch zur Unterstützung des Heizsystems genutzt werden
 

1.2.3 Der Gaskamin

Ein Gaskamin ist die ideale Lösung für alle, die auf das Heizen mit Holz und allem, was damit verbunden ist, verzichten möchten oder müssen. So sind Gaskamine vor allem Life-Style-Feuerstätten für das urbane Wohnen. Sie bieten auf Knopfdruck Kaminfeueratmosphäre und höchsten Bedienkomfort. Dazu verbrennen sie hocheffizient und schadstoffarm. Ein Gaskamin ist auch für Energiesparhäuser mit kontrollierter Wohnraumlüftung geeignet.

Vorteile eines Gaskamins

+ Heizen ohne Holz und alles, was damit verbunden ist (Lagerung etc.) entfällt
+ verbreitet gemütliche Atmosphäre
+ Life-Style-Feuerstätte für urbanes Wohnen
+ kein Schornstein notwendig
+ geringer Reinigungsaufwand
+ saubere Verbrennung
 
Reizvollen Feuerschein ohne Aufwand bieten Gaskamine. (Foto: LEDA Werk GmbH + Co. KG)
 
Steht der Komfort im Vordergrund, sollte die Entscheidung auf einen Gaskamin fallen. Er ist einfach in der Bedienung und lässt sich schnell ein- und ausschalten. (Foto: SPARTHERM Feuerungstechnik GmbH)
Mit bewährten Ethanol- oder innovativen Elektrokaminen holt man sich Flammenzauber ganz einfach ohne einen Schornstein in die eigene Wohnung. (Foto: Kaminwunder - Eurolux GmbH)

2. Antworten auf die 7 wichtigsten Fragen zum Kaminofenkauf

 
Die Heizleistung einer Feuerstätte sollte stets zur Raumgröße passen. Je mehr desto besser, ist daher falsch. Um eine gute Verbrennung zu erhalten, muss der Kaminofen im Brennraum seine ideale Arbeitstemperatur erreichen. Bei kleineren Brennräumen sind das 4-5 kW. Die daraus resultierende Wärme muss vom Aufstellraum aufgenommen werden. Oftmals kommt es hierbei zu einer Überheizung des Aufstellraumes, wenn der Kaminofen zu groß gewählt wurde. Man kann den Bedarf ganz einfach berechnen, indem man die Länge, Breite und Höhe des Raums misst und die Werte multipliziert, um das Volumen zu erhalten. Anschließend müssen Faktoren wie Isolierung, Fenster und Türen eingerechnet werden. Ein Beispiel: Für einen gut isolierten Raum von 50 m3 muss der Kaminofen eine Leistung von ungefähr 3 kW liefern.
 
Wohnräume mit kontrollierter Be- und Entlüftungseinrichtung benötigen bei der Installation von Feuerstätten zusätzliche Sicherungseinrichtungen oder besonders geprüfte und dichte Kaminöfen (DIBt geprüfte und zugelassene Modelle). Auch die Verbrennungsluftversorgung muss für das jeweilige Modell passend vorhanden sein.
 
Ein Kaminofen kann sehr schwer sein. Die Tragfähigkeit des Fußbodens sollte daher gegeben sein. Es muss zudem genügend Abstand zu brennbaren Wänden und Möbelstücken gegeben sein. Der Abstand ist abhängig vom Kaminofenmodell. Neben und vor der Feuerstätte sollte sich kein brennbares Material befinden. Der Kaminofen benötigt zudem einen Zugang zum Schornstein.
 
In der Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) sind Grenzwerte festgelegt, die eine neu zu installierende Feuerstätte erfüllen muss. Auch die einzelnen Bundesländer haben unterschiedliche gesetzliche Vorgaben. Hierzu informiert der Bezirksschornsteinfeger. Überdies ist ein Kaminofen immer genehmigungspflichtig. Der zuständige Bezirksschornsteinfeger ist für die Abnahme und spätere Reinigung verantwortlich. Er weiß auch, ob der vorhandene Schornstein zum gewünschten Kaminofenmodell passt. Informationen über Rauchgaswerte, Zulassungen und Prüfnummern findet man immer auf dem Typenschild des Kaminofens oder in der Leistungsdeklaration des Herstellers für das jeweilige Modell
 
Ob Stahl-, Keramik-, Sand- oder Speckstein als Verkleidung gewählt wird, hängt vor allem von den persönlichen Designvorlieben ab. Eine Specksteinverkleidung ist der Klassiker bei den Kaminöfen. Dieser Naturstein bietet aufgrund seiner Zusammensetzung die perfekte Möglichkeit, Wärme zu speichern. Außerdem ist die Oberfläche leicht zu reinigen. Eine Stahlverkleidung dagegen wird oft heißer als eine Stein- oder Keramikverkleidung und kühlt schneller aus. Kachelverkleidungen bieten die Möglichkeit, dem Kaminofen eine farbliche Note zu geben. Die Oberfläche ist glasiert, sodass eine regelmäßige Reinigung der Oberfläche mit einem feuchten Tuch problemlos möglich ist. Eine besonders ausdruckstarke Marmorierung zeichnet eine Sandsteinverkleidung aus. Hier sollte jeder für sich abwägen, wie er Staub von der Oberfläche beseitigen kann.
 
Wichtigstes Kriterium ist das CE-Zeichen. Das bedeutet, dass der Ofen für den europäischen Markt zugelassen wurde. Ohne CE-Zeichen darf der Ofen nicht aufgestellt werden. Darüber hinaus sollte man sich vor allem sehr günstige Produkte genauer ansehen: Die Tür sollte einen möglichst stabilen Eindruck machen. Der Feuerraum sollte mit Schamotte oder einem ähnlichen Material ausgekleidet sein. Ist er das nicht, geht zu viel Energie verloren und der Ofen hat schlechte Abgaswerte.
In jedem Fall ist der Kauf bei einem Fachhändler zu empfehlen. Nur hier erhält man zu allen Punkten eine kompetente Beratung und erfährt, wie die gesetzlichen Bedingungen vor Ort aussehen. Auch wenn später noch einmal Fragen auftauchen, hält der Fachmann immer eine sichere Lösung parat. Auch sollten Kaminöfen nur vom Profi installiert werden.