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Treppen – begehbare Lösungen für jeden Wohnbereich

Wird mehrgeschossig gebaut, sind Treppen nahezu unverzichtbar. Sie führen von einer Etage zur nächsten und verbinden nicht nur Wohnräume, sondern auch Menschen. Die Möglichkeiten, die sich Bauherren und Renovierern bieten, sind vielfältig: Unterschiedliche Treppenarten und Treppenmaterialien erlauben die Umsetzung individuellster Wünsche und Vorstellungen. Doch nicht nur der persönliche Geschmack entscheidet, auch die baulichen Gegebenheiten müssen berücksichtigt werden.

 

Das ist wichtig:

1. Treppenarten
2. Treppenmaterialien
3. Treppensicherheit
4. Kindersichere Treppen
5. Barrierefreie Treppen
6. Treppenrenovierung
7. Treppenpflege

 

 

1. Treppenarten

Welche Treppe darf’s denn sein? Die einläufige gerade Wangentreppe oder eine Spindeltreppe, die ein Maximum an Funktion bei einem Minimum an Raum bietet? In erster Linie entscheidet die Einbausituation darüber, was möglich und was machbar ist. Im Folgenden stellen wir die wichtigsten Treppenarten und ihre Besonderheiten vor.

 
 

 

Wangentreppen

Die Wangentreppe gehört zu den beliebtesten Treppenarten. Sie ist robust und vielseitig einsetzbar. Ihren Namen verdankt sie den beiden Seitenteilen, den sogenannten Wangen, die sich sowohl frei im Raum positionieren als auch direkt in der Wand verankern lassen. Die Treppenstufen können entweder eingestemmt oder „aufgesattelt“, also auf die Wangen aufgesetzt werden. Verzichtet man auf Setzstufen, erhält man eine offene, lichtdurchlässige Konstruktion.
 

Wangentreppen sind bei Bauherren besonders beliebt. (STREGER)

Massivholzwangentreppen verbinden Eleganz mit Gemütlichkeit. (STREGER)

Wangentreppen fügen sich in jedes Ambiente ein. (STREGER)

 

Hingucker: die diagonal verspannten, acht Millimeter starken Edelstahlseile. (STREGER)

Bei dieser Wangentreppe sind die Trittstufen eingestemmt. (KENNGOTT)

Diese Wangentreppe kommt im angesagten Landhausstil daher. (STREGER)


Kragarmtreppen

Diese Treppe scheint zu schweben: Die Trittstufen einer Kragarmtreppe verfügen über eine tragende Innenkonstruktion, die unsichtbar in der Wand verankert wird. Die aus der Wand „herauswachsenden“ Stufen verleihen der Kragarmtreppe einen modernen, puristischen Charakter, der ohne zusätzliches Geländer besonders gut zur Geltung kommt.
 
Kragarmtreppen verkörpern erstklassiges Design. (KENNGOTT)
Werden selbst hohen optischen Ansprüchen gerecht: Kragarmtreppen. (Treppen Intercon)
 

 


Freitragende Treppen (Bolzentreppen)

Freitragende Treppen, auch Bolzentreppen genannt, punkten mit einer schwebenden Optik. Hier werden die Trittstufen – wie der Name schon sagt – mit Bolzen, also zylinderförmigen Elementen verbunden. Die wandseitige Verankerung macht Wangen überflüssig und der Verzicht auf Setzstufen sorgt für offene, lichtdurchflutete Räume.
 
Zieht alle Blicke auf sich: die Tragbolzentreppe. (KENNGOTT)
Markantes Element im modernen Wohndesign: eine weiße Tragbolzentreppe. (STREGER)
Diese Tragbolzentreppe aus Massivholz, Edelstahl und Glas setzt Akzente. (STREGER)
 
Freitragende Treppen vermitteln ein Plus an Wohnqualität. (KENNGOTT)
An modernen Tragbolzentreppen hat man ein Leben lang Freude. (STREGER)
Freitragende Treppen fügen sich optimal in das Wohnambiente ein. (KENNGOTT)

Faltwerktreppen

So schön wie ein Origami-Kunstwerk: Trittstufen und Setzstufen einer Faltwerktreppe gehen scheinbar nahtlos ineinander über und wirken wie aus einem Guss. Sie werden mit Wandbolzen befestigt und kommen ohne Wangen oder erkennbare Unterkonstruktion aus. Faltwerktreppen vermitteln einen Hauch von Exklusivität und passen besonders gut in ein modernes Ambiente.
 
Wie aus einem einzigen Stück Holz gefaltet: die Faltwerktreppe. (STREGER)
Designstarke Faltwerktreppen punkten im Innenbereich. (STREGER)
Tritt- und Setzstufe gehen auf den ersten Blick nahtlos ineinander über. (STREGER)

 

Harfentreppen

Die zumeist senkrecht verlaufenden Seile oder Gitterstäbe der Harfentreppe erinnern an die Saiten des gleichnamigen Zupfinstruments. Die elegante Stahlkonstruktion, an der gewöhnlich die Trittstufen befestigt sind, reicht in der Regel vom Boden bis zur Decke und hat einen äußerst filigranen Charakter. Weiteres Plus: Kinder können nicht über das durchlaufende Harfengeländer klettern.

Geländer und Trittstufen dieser Harfentreppe bilden einen spannenden Hell-Dunkel-Kontrast. (KENNGOTT)


Holmtreppen

Holme aus Holz oder Stahl bilden die Unterkonstruktion einer Holmtreppe. Sind die Trägerelemente mittig angeordnet, ist die Rede von einer Einholmtreppe oder Mittelholmtreppe, befinden sie sich links und rechts unter den Trittstufen, spricht man von einer Zweiholmtreppe oder Doppelholmtreppe. Weil die Stufen direkt auf der Tragkonstruktion aufliegen, werden Holmtreppen auch als aufgesattelte Treppen bezeichnet.
 
Die Mittelholmtreppe „Manhattan“ ist anpassungsfähig und flexibel. (Teppen Intercon)
Bei beengten Verhältnissen extrem anpassungsfähig: Mittelholmtreppen. (Treppen Intercon)
Das Treppensystem besteht aus einem Holm, auf dem die Stufen angeordnet sind. (STREGER)

Raumspartreppen

Spindeltreppen, früher auch Wendeltreppen genannt, Sambatreppen mit wechselseitig angeordneten Stufen oder Raumspartreppen, die nur 1m2 Grundfläche benötigen, haben eines gemeinsam: Sie sind so kompakt, dass sie in die kleinste Ecke passen. Dabei sind sie nicht nur funktional überzeugend, sondern auch optisch ansprechend.
 
Die 1m2-Treppe eignet sich für alle Engstellen im Haus. (KENNGOTT)
Spindeltreppen kommen mit geringer Stellfläche aus. (Treppen Intercon)
Diese Spindeltreppe nimmt wenig Raum ein und ist ein Blickfang. (STREGER)
 
Die 1m2-Treppe lässt sich bequem und sicher begehen. (KENNGOTT)
Design-Wendeltreppen werden mit hochmoderner Technik gefertigt. (STREGER)
Ist kaum größer als eine herkömmliche Telefonzelle: die 1m2-Treppe. (KENNGOTT)

 

2. Treppenmaterialien

Die Optik einer Treppe wird maßgeblich von ihrer Konstruktion bestimmt. Doch auch das Treppenmaterial hat großen Einfluss auf das Erscheinungsbild. „Warmes“ Holz oder „kühles“ Metall? Puristischer Beton oder doch lieber ein ganz anderer Werkstoff wie etwa Longlife? Zum Einsatz kommt, was gefällt und ins Budget passt.
 

Selten besteht eine Treppe aus nur einem Material, wesentlich beliebter und auch spannender ist ein Mix aus verschiedenen Komponenten. Die Trittstufen aus Massivholz, das Geländer und der Handlauf aus Stahl – diese Kombination sieht man häufig. Denn sie passt wunderbar in ein modernes Ambiente, ohne dabei zu rustikal oder kalt und unpersönlich zu wirken.

 
 
 

 

 

 


Holz

Ob Bank oder Bett – Holz wird seit Jahrtausenden im Möbelbau eingesetzt. Auch Treppen bestehen traditionell aus heimischen Hölzern wie beispielsweise Ahorn, Buche, Eiche, Esche oder Nussbaum. Und das aus gutem Grund, schließlich ist Massivholz robust und widerstandsfähig und somit bestens geeignet, dem täglichen Auf und Ab dauerhaft standzuhalten.
 
Außerdem hat Holz aufgrund seiner individuellen Färbung und Maserung Unikatcharakter und kann je nach Gusto geölt, gewachst, gebeizt oder lackiert werden. Das Beste: Holz ist ein nachwachsender und somit nachhaltiger Rohstoff.
 
Die Massivholztreppe „Savoy“ kann vom Heimwerker selbst montiert werden. (Treppen Intercon)
Die halbgewendelte Treppe aus gebeizter Esche führt elegant ins nächste Stockwerk. (STREGER)
Der großzügige Antritt der geschwungenen Treppe passt zu einem stattlichen Anwesen. (STREGER)

Metall

Reine Metalltreppen aus Edelstahl oder Aluminium sind im Wohnbereich eher die Ausnahme. Was dagegen recht oft zu finden ist, sind Materialkombis aus Stahl sowie Holz und Glas, die in einem Loft im „Industrial-Look“ eine besonders gute Figur machen.
 
Im Außenbereich sind Stahltreppen schon eher anzutreffen: Robuste Gitterroststufen oder eine rutschfeste Prägung sorgen bei jeder Wetterlage für Trittsicherheit.
 
Kommt jedem Geschmack entgegen: die Spindeltreppe „Caparo“. (Treppen Intercon)
Die Stahlwangentreppe „Innotec“ passt sich nahezu jedem Baustil perfekt an. (Treppen Intercon)
Wertet jede Immobilie auf: die stabile Außentreppe „K2 WPC“. (Treppen Intercon)

Beton

Ob Schallschutz, Brandschutz, Wärmeschutz oder Feuchteschutz: Beton ist ein robuster Werkstoff, der über gute bauphysikalische Eigenschaften verfügt. Kein Wunder also, dass das natürliche Material auch beim Treppenbau gefragt ist. Zumal Treppenläufe aus Beton im Werk vorgefertigt werden und nach der Montage sofort belastbar sind – die Kosten für eine provisorische Bautreppe entfallen.
 
Auch optisch gibt es viele Möglichkeiten: Wem der Sichtbeton zu schlicht daherkommt, der kann die Stufen zum Beispiel mit Holz, Laminat, Naturstein oder Teppichfliesen verkleiden lassen.
 
Eine Betontreppe ist nach dem Einbau direkt belastbar. (InformationsZentrum Beton)
Treppen aus Beton passen gut in ein modernes Ambiente. (InformationsZentrum Beton)
Auf einer Betontreppe kann jeder Belag verlegt werden. (InformationsZentrum Beton)

Longlife

Bei Longlife handelt es sich um ein innovatives Stufenmaterial aus dem Hause KENNGOTT, das in zwei unterschiedlichen Stärken und zehn verschiedenen Dekoren zur Verfügung steht. Neun Oberflächendesigns entsprechen der Rutschsicherheitsklasse R9 und beugen so gefährlichen Stürzen vor.
 
Das extrem robuste und zugleich pflegeleichte Material kommt bei Neubau und Sanierung zum Einsatz und wurde 2019 mit dem renommierten Plus X Award ausgezeichnet.
 
Longlife – hier Eiche Trendline – passt gut in ein modernes Ambiente. (KENNGOTT)
Auch Asteiche Longlife verfügt über eine strukturierte Oberfläche. (KENNGOTT)
Betonline Longlife ist besonders robust und widerstandsfähig. (KENNGOTT)