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Flächenheizung: Angenehme Wärme ohne Heizkörper

Eine Flächenheizung ist eine Boden-, Wand- oder Deckenheizung und schafft gesunde Wärme ohne Heizkörper im gesamten Raum. Sie verbreitet vom Menschen als besonders angenehm empfundene Strahlungswärme, die dem schönen Gefühl von Sonnenstrahlen auf der Haut ähnelt, und das vollkommen ohne Staubverwirbelungen oder die Raumluft auszutrocknen.


1. Was ist eine Flächenheizung?

Eine Flächenheizung überträgt die Wärme nicht über Heizkörper, sondern entweder über Rohrleitungen, die in Boden, Wand oder Decke eingelassen sind und warmes Heizungswasser transportieren, oder über elektrisch betriebene Systeme. Dadurch werden die jeweiligen Flächen – also Boden, Wand oder Decke – erwärmt, nicht aber die Luft im Raum selbst.
 
Diese gleichmäßige Abgabe der Wärme an die Raumflächen und Gegenstände wie Möbel lässt ein behagliches und gesundes Klima entstehen. Anders als bei konventionellen Heizkörpern bewegt sich nämlich die Wärme dabei nicht durch den Raum, sondern wird von den umgebenden Flächen kontinuierlich abgegeben. Das vermeidet Staubverwirbelungen und trockene Heizungsluft in den Wohnräumen.
 
Stattdessen gibt eine Flächenheizung behagliche Strahlungswärme ab, die vom Menschen als besonders angenehm empfunden wird und außerdem „gesünder“ ist als die von herkömmlichen Heizkörpern abgegebene Konvektionswärme.
 
(©Grafik: Joco)

2. Welche Arten von Flächenheizungen gibt es?

Eine Flächenheizung kann elektrisch mit Strom oder als wasserführendes System betrieben werden. Elektrische Flächenheizungen werden häufig auch als Infrarot-Flächenheizung bezeichnet.
Dabei werden entsprechende Heizungsmatten flächig unter dem Putz in der Wand verbaut. Durch diese Heizmatten fließt elektrischer Strom, der den Leiter erwärmt.
Elektrische Infrarotheizungen werden zum Beispiel in Wand oder Decke eingelassen und können sogar in Spiegel oder Bilder integriert werden. Auch diese Einbauvarianten werden über Heizungsmodule, Plattenheizungselemente oder Heizmatten betrieben, die die Wärme in den Raum abgeben. Als Stromanschluss ist ein herkömmlicher Netzstecker ausreichend.
Daneben ist die Installation einer Wärmepumpe, die Erdwärme aus dem Boden oder Umweltwärme aus dem Wasser oder der Luft verwendet, in Kombination mit einer Flächenheizung nicht nur möglich, sondern besonders vorteilhaft. Der Grund: Wärmepumpen arbeiten besonders effizient bei niedrigen Vorlauftemperaturen – genau wie Flächenheizungen. Wärmepumpen kommen häufig mit Fußbodenheizungen zum Einsatz.
 
(©Grafik: Keramik Orion)

2.1 Wandheizung

Es gibt wasserführende und elektrisch betriebene Wandheizungen, die auch als Infrarot-Flächenheizung bezeichnet werden.
 
Wandheizungen können sowohl an der Innenseite einer Außenwand als auch an der Innenwand eines Gebäudes montiert bzw. integriert werden.
Bei einer Montage an der Außenwand muss diese entsprechend gedämmt sein, da sonst der Energieverlust zu hoch wäre. An gedämmten Außenwänden angebracht, reduzieren sich dann aber Temperaturschwankungen zwischen Innen- und Außenwänden. Dadurch wird weniger Luftfeuchtigkeit abgegeben und es kann sich weniger Kondensat bilden – Schimmelbildung wird damit vorgebeugt.
Energetisch am vorteilhaftesten ist die Installation einer Wandheizung an den Innenwänden. Mehr zum Thema finden Sie hier.
 
(©Grafik: Joco)

(©Foto: Aquatherm)

2.2 Fußbodenheizung

Eine Fußbodenheizung ist eine Flächenheizung, die aus Rohrleitungen im Fußboden besteht. Über diese Rohrleitungen fließt warmes Heizungswasser durch das System und gibt Wärme ab, die nach oben in den Raum strömt. Daneben gibt es elektrisch betriebene Fußbodenheizungen, die sich aber aufgrund möglicher hoher Stromkosten weniger als ausschließliche Heizung und zur Dauernutzung eignen. Weitere Informationen zu Fußbodenheizungen find Sie auf unserer Themenseite.

 


2.3 Deckenheizung

Eine Deckenheizung ist eine Flächenheizung, die ähnlich einer Fußbodenheizung großflächig verlegt wird und die gesamte Decke zur Wärmeabgabe nutzt. Es gibt wassergeführte Heizdecken und elektrisch betriebene Deckenheizungen. Mehr zum Thema erfahren Sie hier.

(©Foto: Joco)

(©Foto: Birco)

2.4 Dachflächenheizung und weitere Flächenheizungen für außen

Eine Flächenheizung lässt sich auch im Außenbereich nutzen. Einfahrten, Fußwege, Vorplätze, Außentreppen und Garageneinfahrten können so beheizt werden, um im Winter schnee- und eisfrei zu bleiben.
 
Auch hier erfolgt der Betrieb in der Regel über Heizmatten oder Heizkabel, die über gängige Beläge für den Außenbereich wie Beton, Zement, Splitt oder Gussasphalt verlegt werden können.
 
Elektrischer Strom hat sich zur Beheizung von Frei- und Außenflächen durchgesetzt, denn eine elektrische Freiflächenheizung ist im Vergleich zu einem Warmwasser-System bautechnisch einfacher auszuführen und verfügt über eine deutlich schnellere Heizreaktion, da nicht zuerst das Wasser erwärmt werden muss.
 
Auch auf Dächern kann eine Flächenheizung installiert werden. Diese Dachflächenheizungen verhindern, dass große Schneemengen Dächer überlasten und es zu Schäden an dem Gebäude kommt. Sie sind eine einfache Lösung, da sie ohne statische Verstärkungen oder große bauliche Maßnahmen zu installieren sind.

 


3. Vorteile und Nachteile der Flächenheizunggstechnik

Die Vorteile einer Flächenheizung sind:
  • Flächenheizungen sind flexibel und auch für Sanierer – also im Altbau – interessant
  • Sie können mit regenerativen Energiequellen kombiniert werden
  • Flächenheizungen benötigen eine geringere Vorlauftemperatur als herkömmliche Heizsysteme; dadurch sind sie effizienter im Betrieb und sparen Energie sowie Heizkosten.
  • Bei einer Temperatur von 30 bis 40 Grad arbeiten Flächenheizungen am effektivsten, während konventionelle Systeme 55 bis 70 Grad als Vorauf benötigen.
  • Flächenheizungen verbreiten komfortable und behagliche Strahlungswärme
  • Das trägt zu wohngesunder Raumluft ohne Staubverwirbelungen bei
  • Flächenheizungen bieten Gestaltungsfreiheit und mehr Stellfläche in den Wohnräumen, da sie ohne störende Heizkörper auskommen
  • Flächenheizungen ermöglichen Energieeinsparungen aufgrund der geringen Vorlauftemperatur
  • Dennoch entsteht bei geringerer Raumtemperatur dasselbe Wärmeempfinden – das steigert den Komfort 
Nachteile:
  • Eine Flächenheizung als Fußbodenheizung reagiert im Vergleich zu konventionellen Heizkörpern träger, kann also beispielsweise nicht so schnell darauf reagieren, wenn die Temperatur im Raum durch Sonneneinstrahlung aufwärmt
  • Eine Fußbodenheizung ist teurer als ein herkömmliches Heizsystem
  • Installiert man eine Wandheizung, lassen sich die Räume schwieriger gestalten, da Möbel oder andere Einrichtungsgegenstände die Heizung nicht zustellen sollten
  • In Deckenheizungen darf nicht beliebig viel Wärme eingeleitet werden; 30 bis 40 Watt pro Quadratmeter sollten nicht überschritten werden
  • Reparaturen gestalten sich komplizierter, da die Heizung im Estrich oder Wandputz integriert oder hinter Trockenbauelementen verbaut ist
  • Elektrisch betriebene Flächenheizungen weisen eine schlechte Ökobilanz auf und erhalten deshalb keine Förderung (anders bei wasserbetriebenen Flächenheizungen)
  • Es entstehen in dem Fall zudem hohe Betriebskosten, da Strom vier- bis fünfmal so teuer ist wie Öl oder Gas
 
(©Foto: Joco)

(Foto: ©Thermondo)

4. Wieviel kostet eine Flächenheizung?

Bei einer wasserführenden Flächenheizung muss man mit folgenden Kosten (Einbau ohne Verkleidung) rechnen:
Bei einer Fußbodenheizung fallen ca. 50 – 100 Euro pro qm an
Bei einer Wandheizung fallen ca. 100 – 150 Euro pro qm an
Bei einer Deckenheizung fallen ca. 40 – 90 Euro pro qm an
 
Bei elektrisch betriebenen Flächenheizungen muss man für Anschaffung und Installation mit folgenden Kosten rechnen:
Bei einer Fußbodenheizung fallen ca. 20 – 50 Euro pro qm an
Bei einer Wandheizung fallen ca. 50 – 100 Euro pro qm an
Bei einer Deckenheizung fallen ca. 100 – 150 Euro pro qm an

5. Flächenheizung selbst verlegen im Trockenbau

Entscheidet man sich für eine Fußbodenheizung als Flächenheizung kommt in der Regel Estrich zum Einsatz, auf dem dann Fliesen oder Parkett verlegt werden.
Alternativ zum Aufbau einer Flächenheizung mit Estrich sind aber auch Trockenbausysteme erhältlich. Eine Flächen- oder Fußbodenheizung im Trockenbau besteht aus Bodenplatten, auf die die Rohre der Fußbodenheizung verlegt werden. Diese bestehen aus einfach zu verlegenden Systemplatten oder vorgefertigten Modulen, die ohne Werkzeug verlegt werden können. Die Systemplatten sind bereits mit einer entsprechenden Dämmung und vorgefertigten Rohrkanälen ausgestattet, in die sich die Rohre einfach einlegen lassen.
 
Der Vorteil: Da der Estrich entfällt, ist die Aufbauhöhe geringer. Das ermöglicht nicht nur einen schnellen und sauberen Einbau, sondern ist auch optimal für die Sanierung. Ohne Wartezeiten auf das Abbinden des Estrichs geht die Verlegung dank vorgefertigter Module und Systemplatten schnell von der Hand. Auch zur Montage von Wand- und Deckenheizungen in Trockenbauweise gibt es vorgefertigte Module, über die dann einfach verputzt werden kann.
 

(Foto: ©VDF)

6. Häufig gestellte Fragen zur Flächenheizung

Flächenheizung oder Heizkörper – was ist besser?

Ob eine Flächenheizung oder ein Heizkörper die bessere Wahl ist, muss letztlich jeder für sich selbst entscheiden. Flächenheizungen sind alten Röhrenheizkörpern, die wahre Staubfänger sind und diesen Staub bei der Wärmeabgabe stetig verwirbeln, sicherlich jederzeit vorzuziehen, wenn man die Möglichkeit zur Installation dafür hat. Andererseits gibt es heute moderne Heizkörper mit glatten Flächen. Diese Plan- oder Flachheizkörper strahlen nicht nur Wärme, sondern auch Eleganz aus und erfüllen durchaus die heutigen Ansprüche an modernes Design und Funktionalität.

Kann man Flächenheizungen unter Fliesen verlegen?

Eine Flächenheizung kann nicht nur unter Keramikfliesen verlegt werden, sie sollte es sogar. Keramik verfügt über eine sehr gute Wärmespeicher- und -leitfähigkeit, d.h. ein keramischer Belag auf einer Flächenheizung ist besonders gut geeignet, die angenehme Strahlungswärme aufzunehmen und kontinuierlich an den Raum abzugeben. Die Energieeffizienz einer Flächenheizung lässt sich so nochmals optimieren und Heizkosten weiter reduzieren.

Kann man eine Flächenheizung nachrüsten (z.B. im Altbau)?

Alle Arten von Flächenheizungen, also Boden-, Wand- und Deckenheizung, eignen sich auch für die Modernisierung in Bestandsgebäuden, also zur Nachrüstung und Sanierung im Altbau.
 
Da man im Altbau in der Regel nur wenig Spielraum in der Aufbauhöhe hat, eignen sich im Falle einer Fußbodenheizung vor allem Dünnschicht- und Trockenestrichsysteme für den nachträglichen Einbau. Zur Beheizung kleiner Räume, z. B. das Bad, können elektrisch betriebene Fußbodenheizungen oftmals sinnvoller sein als wasserführende.
 
Da Außenwände in Altbauten in der Regel schlecht gedämmt sind, sollte man, wenn man mit einer Wandheizung nachrüsten will, eine Wandheizung als Trockenbausystem an Innenwänden montieren. Trockenbauwände können hervorragend wärmegedämmt werden und es gibt sie als Trockenbauplatten mit integrierten Wandheizungselementen. Wie im Baukastensystem können diese miteinander verbunden werden.
Wie bei der Fußboden- und Wandheizung hat sich auch bei der Deckenheizung zum Nachrüsten die Trockenbau-Variante aufgrund der genannten Vorteile durchgesetzt. Hier sind ebenfalls bereits die Heizungsrohre in vorgefertigten Trockenbauplatten integriert. Damit ist die Montage schnell und sauber erledigt.

Können Flächenheizungen auch kühlen?

Alle Flächenheizungen lassen sich auch zur Kühlung der Räume im Sommer einsetzen. Dazu muss dem Raum Wärme entzogen statt zugeführt werden.
Bei wasserführenden Systemen wird dazu Wasser mit einer Temperatur von rund 16°C durch die Rohre geleitet. Das ist weniger als die Raumlufttemperatur. Der Wärmeanfall im Raum durch Personen, Wände, Fenster oder wärmeabstrahlende Elektrogeräte wird vom Wasser, das durch das Rohrsystem fließt, aufgenommen und abgeleitet.
Nutzt man Wärmepumpen zur Erzeugung der Energie bzw. Wärme, können diese im Sommer Raumwärme über bestimmte sog. aktive und passive Prozesse an die Umgebung abgeben, statt wie im Winter Umweltenergie zum Heizen nutzbar zu machen.