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Wärmepumpen

Wieso die Luftwärmepumpe am beliebtesten ist

Vom neuen Heizungsgesetz bis hin zu steigenden Öl- und Gaskosten gibt es viele Gründe für eine Wärmepumpe. Schon 2022 setzte man in mehr als jedem zweiten deutschen Neubau auf das wirtschaftliche Heizsystem und auch im Bestand steigt man mittlerweile öfter darauf um. Obwohl es sich nicht um das einzige Modell handelt, entscheiden sich Eigentümer in den meisten Fällen für eine Luftwärmepumpe. Nach dem umgekehrten Prinzip eines Kühlschranks nutzt dieses System Wärme aus der Luft zum Heizen. Aus welchem Grund haben Luftwärmepumpen den höchsten Absatz?

Luft-Wasser-Monoblock-Wärmepumpe: Warum das Modell so verbreitet ist

Mit einem Wirkungsgrad zwischen 300 und 500 Prozent gilt die Wärmepumpe als effizienteste Heiztechnologie auf dem Markt. Drei Hauptarten werden unterschieden: die Erd-, die Wasser- und die Luftwärmepumpe. Im Hinblick auf die Effizienz kann letzteres Modell die beiden anderen nicht überholen. Denn Umgebungsluft kühlt bei niedrigen Temperaturen schneller ab als das Grundwasser oder Erdreich. Daher kostet es die Luftwärmepumpe im Vergleich zu Wasser- und Erdwärmepumpen relativ viel Energie, die aus ihrem Medium gewonnene Wärme auf die endgültige Heiztemperatur zu bringen. Trotzdem sind rund 87 Prozent aller Wärmepumpen innerhalb der Bundesrepublik Geräte dieser Art. Zwei Hauptsysteme werden dabei unterschieden. Luft-Wasser-Wärmepumpen, die die Außenluft zur Wärmegewinnung nutzen und Luft-Luft-Wärmepumpen, die mit Abluft heizen.

Erstere Art ist wesentlich häufiger anzutreffen. Von 236.000 neu eingebauten Wärmepumpen im Jahr 2022 waren mehr als 200.000 Stück Luft-Wasser-Wärmepumpen. Dabei wurden 140.000 Geräte als Monoblock-Wärmepumpe mit hermetisch geschlossenem Kältekreislauf realisiert. Standortflexible Split-Wärmepumpen mit Innen- und Außeneinheit waren mit 65.000 Geräten eher selten. Dass die meisten Eigentümer sich für eine Luftwärmepumpe entscheiden und die Monoblock-Form bevorzugen, liegt vor allem an der einfachen Installation und dem geringeren Wartungsaufwand. Nicht nur im Jahr 2022, sondern auch nach heutigen Absatzstatistiken ist die Luft-Wasser-Monoblock-Wärmepumpe in der Bundesrepublik das beliebteste Modell. Zu den wichtigsten Gründen gehören:

  • geringen Anschaffungskosten
  • niedrige Montageaufwand
  • standortunabhängige Eignung
  • geringe Platzbedarf

Mit diesen Vorzügen senkt die Luft-Wasser-Monoblock-Wärmepumpe die Barrieren, die bei der Anschaffung einer Wärmepumpe noch immer bestehen. Dadurch macht das Modell den Markt er Wärmepumpen für die breite Öffentlichkeit zugänglicher. Im Einzelnen sieht dies aus, wie folgt.

Einfache Installation zu geringen Kosten als größter Vorteil

Der Installations- und Kostenaufwand ist für die meisten deutschen Hauseigentümer die wichtigste Hürde bei der Anschaffung einer Wärmepumpe. Obwohl sich die Systeme im Laufe der Zeit amortisieren und im Vergleich zu Gasheizungen pro Jahr eine Betriebskostenersparnis von rund 750 Euro erreichen, bleiben sie je nach Modell und Installationsaufwand relativ kostspielig. Der Kostenaufwand bei der Anschaffung setzt sich aus Geräte-, Erschließungs- und Installationskosten zusammen. Der große Vorteil von Luftwärmepumpen ist in diesem Kontext die Irrelevanz von Erschließungskosten. Letztere belaufen sich bei Erdwärmepumpen durchschnittlich auf 12.000 und bei Grundwasserwärmepumpen auf 5.500 Euro. Im Rahmen der Erschließung müssen genehmigungspflichtige Bohrungen durchgeführt werden, die bei der Luftwärmepumpe vollständig entfallen. Somit sparen sich Hausbesitzer mit dem Modell zeitintensive Anträge und teure Erschließungsarbeiten. Im Detail müssen sie für die einzelnen Wärmepumpen-Arten mit folgenden Anschaffungskosten rechnen:

  • 33.000 Euro für Erdwärmepumpen
  • 30.000 Euro für Grundwasserwärmepumpen
  • 28.500 Euro für Luftwärmepumpen

Obwohl die Geräte- und Installationskosten einer Luftwärmepumpe die der anderen beiden Modelle teils übersteigen, bleibt die Modellart dank der fehlenden Erschließungskosten die günstigste Variante. Dank der aktuellen Förderungen müssen Eigentümer im besten Fall nur etwa 30 Prozent der Gesamtkosten selbst finanzieren. Im höchsten Fördersatz kann sie das Gerät unter 10.000 Euro kosten. Maximal ist unabhängig von der Art der Wärmepumpe ein Zuschuss von 21.000 Euro möglich. Das heißt, die förderfähigen Anschaffungskosten sind auf 30.000 Euro begrenzt. Dass die Anschaffungskosten einer Luftwärmepumpe diese Summe überschreiten, ist nahezu ausgeschlossen. Bei Grundwasser- und Erdwärmepumpen kann es allerdings vorkommen. Beispielsweise dann, wenn bei der Erschließung Bohrungen abgebrochen werden müssen.

Bei Erdwärmepumpen kostet es bis zu 5.000 Euro, eine einzige Erdsonde zu setzen. Insgesamt sind bis zu drei Sonden erforderlich, um mit dem Heizsystem den Wärmebedarf eines Hauses zu decken. Dabei können unvorhergesehene Hindernisse zum Abbruch von Bohrungen führen. Demzufolge müssen in der Realität oft mehr als drei Bohrungen durchgeführt werden. Die Anschaffungskosten im Sinne der Geräte-, Erschließungs- und Montagekosten steigen in diesem Fall schnell auf mehr als 35.000 Euro, sodass sie nicht mehr förderfähig sind. Mit Luftwärmepumpen lassen sich solche Szenarien vermeiden.

Standortunabhängige Eignung bei geringem Platzbedarf als Auswahlkriterium

So wie der Montageaufwand, Genehmigungspflichten und die Anschaffungskosten sind teils auch standortabhängige Beschränkungen bei der Entscheidung für Wärmepumpen ein Hindernis. Nicht jeder hat beispielsweise ausreichend Platz im Außenbereich, um Sonden für eine Erdwärmepumpe zu setzen. Zudem ist die Qualität des Erdreichs teils ein beschränkender Faktor. Auch Wasserwärmepumpen lassen sich an bestimmten Standorten nicht sinnvoll realisieren. Bei mehr als 15 Meter tiefem Grundwasserspiegel müsste beispielsweise zu tief gebohrt werden. Zudem muss die Wasserqualität zu den Herstellervorgaben hinsichtlich der Wärmepumpe passen. Vor allem zu Chloriden, Eisen, Sulfaten und Mangan, aber auch zum pH-Wert und zur elektrischen Leitfähigkeit geben Wärmepumpenhersteller dabei Richt- und Grenzwerte an. Im Vergleich dazu ist die Luftwärmepumpe deutlich flexibler, was die Standortvoraussetzungen betrifft. Erforderlich ist lediglich eine Heizungsanlage mit Vorlauftemperaturen von maximal 50 Grad Celsius.

Moderne Modelle mit hochwertigen Kältemitteln können teils sogar bei höheren Vorlauftemperaturen mit akzeptablem Wirkungsgrad noch ausreichend Wärme zum Heizen zur Verfügung stellen. Auch ein eher niedriger Dämmstandard des Hauses ist für die Wärmepumpen-Art mittlerweile kein zwingendes Ausschlusskriterium mehr. Laut einer Analyse des Fraunhofer Instituts für solare Energiesysteme hat sich das System weiterentwickelt und lässt sich auch in solchen Gebäuden meist relativ effizient und wirtschaftlich betreiben. Gerade Monoblock-Modelle eignen sich bei Außenaufstellung optimal zur Nachrüstung in Altbauten. Im Vergleich zu den beiden anderen Arten der Wärmepumpe stellt die Luftwärmepumpe zusammenfassend also die geringsten Standortanforderungen. Auch genügend Platz für die Geräte sollte bei einem Bedarf von nur zwei Quadratmetern jeder haben.

Experten-Tipp: Vor der Installation immer unabhängig beraten lassen! Trotz der genannten Vorteile sollten sich Eigentümer vor der Anschaffung einer Luftwärmepumpe von unabhängigen Experten beraten lassen. Denn welche Bauart im Einzelfall die richtige ist, lässt sich nicht pauschalisieren.