Richtig Heizen

Nicht alle Brennstoffe sind für den Einsatz im hauseigenen Kaminofen geeignet

(epr) Ein knisterndes Kaminfeuer ist für viele von uns der Inbegriff von Behaglichkeit und Wohlempfinden. Kein Wunder, punkten die tanzenden Flammen und die sanfte Strahlungswärme doch mit positiven Auswirkungen auf Körper und Seele. Doch Achtung: Nicht jeder Brennstoff, der zum Kauf angeboten wird, ist auch tatsächlich für den Einsatz im hauseigenen Ofen geeignet.

Passende Brennmaterialien

Experten wie das Lausitzer Unternehmen Rekord Brikett raten beispielsweise ausdrücklich von der Nutzung von Paraffinscheiten, Rindenbriketts oder Briketts aus Kaffeeresten ab. Auch Holz, das vor dem Verbrennen nicht ausreichend gut getrocknet wurde und dementsprechend über einen Wassergehalt von über 25 Prozent verfügt, sollte nicht für das Beheizen der eigenen vier Wände genutzt werden. Eine gute Orientierung, welche Brennstoffe sich für die effiziente Beheizung der privaten Räumlichkeiten eignen, bietet die erste Bundesemissionsschutzverordnung (1. BImSchV), die in Deutschland als offizielle Regelung dient. Unter die geeigneten Einsatzstoffe fallen demnach trockenes Scheitholz, heizstarke Braunkohlebriketts, Holzbriketts nach DIN EN ISO 17225-3 und Holzpellets nach DIN EN ISO 17225-2. In jedem Fall gilt: Es lohnt sich der Blick auf die Produktverpackung, denn die Nachhaltigkeitszeichen PEFC und FSC sowie das DINplus-Siegel können helfen, richtige von falschen Brennstoffen zu unterscheiden. Hölzer, die mit einem Anstrich versehen sind, wie zum Beispiel Möbelstücke, können ebenso wie Spanplatten oder sonstige Sperrmüll-Überreste zudem gesundheitsschädliche Emissionen verursachen. Die eigene Feuerstätte kann bei Verwendung solcher Heizmaterialien ebenso in Mitleidenschaft gezogen werden wie die Umwelt.

Tipps durch Gebrauchsanweisungen

Ebenso wichtig wie das adäquate Heizmittel sind jedoch auch die Angaben des jeweiligen Heizgerätherstellers. Hier empfiehlt es sich, die mitgelieferte Bedienungsanleitung sorgfältig zu studieren, denn diese gibt normalerweise Auskunft über die zulässigen Brennstoffe und die empfohlene Brennstoffmenge. Gut zu wissen: In vielen Kaminofenmodellen können Braunkohlebriketts und Scheitholz in Kombination verwendet werden. Sobald der Kamin mit Holz angeheizt wurde, sorgen die Kaminofenbriketts beim Nachlegen für wohlige, langanhaltende Wärme.

Kaminofen im Wohnzimmer, Lausitzer Energie Bergbau AG
Trockenes Scheitholz, heizstarke Braunkohlebriketts, Holzbriketts nach DIN EN ISO 17225-3 und Holzpellets nach DIN EN ISO 17225-2 sind Brennstoffe, die sich für die Nutzung gut eignen. (Foto: epr/REKORD)