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Energiesparen mit der Waschmaschine
Beim Waschen mit der Waschmaschine lässt sich mit
einfachen Mitteln viel Energie einsparen.
pixabay © jarmoluk (CC0 Public Domain)

Waschen ist nicht gleich Waschen. Viele Menschen wissen nicht, dass sie mit einigen überlegten Einstellungen an ihrer Waschmaschine Energie sparen können. Moderne Waschmaschinen sind energieeffizienter als alte Modelle, auch wenn sie deutlich mehr Zeit benötigen. Fakt ist: Je länger die Waschmaschine wäscht, desto weniger Strom verbraucht sie. Der Stromverbrauch lässt sich zudem noch weiter senken, wenn der Nutzer auf Vorwäsche verzichtet und die Temperatur nach unten reguliert. Das macht sich in der Stromrechnung bemerkbar. Immerhin macht das Waschen in einem Drei-Personen-Haushalt fünf Prozent des Stromverbrauchs aus. Das ist aber nicht das einzige Sparpotenzial. Auch der Verbrauch von Wasser und Reinigungsmittel lässt sich mit einfachen Mitteln senken.


  • In Deutschland fallen pro Person und pro Woche vier Kilogramm Schmutzwäsche an.
  • Eine neue Waschmaschine verbraucht in einem 3-Personen-Haushalt im Durchschnitt 30.000 Liter Wasser und 200 Kilowattstunden Strom pro Jahr.
  • Moderne Waschmaschinen haben eine höhere Waschleistung und sind energiesparender als alte Modelle.
  • Die Schleudern der Trommel verbraucht nur geringfügig Strom.
  • Eine längere Waschdauer spart bis zu 50 Prozent Energie ein.
  • Bei niedriger Waschtemperatur spart ein Zwei-Personen-Haushalt laut der Universität Bonn rund 33 Kilogramm CO2-Ausstoß im Jahr.

Niedrigere Temperatur spart Energie


In den letzten Jahren sind Waschmaschinen energieeffizienter geworden. In der Anschaffung sind sie relativ günstig, die Geräte haben ein hohes Fassungsvermögen und sparen Wasser. Die Mechanik ist gut ausgereift. Der Energieverbrauch lässt sich allerdings mit einer niedrigeren Waschtemperatur noch weiter optimieren. Denn die Waschmaschine verbraucht beim Wasseraufheizen den größten Teil der Energie. Der Verbraucher kann die Waschtemperatur heute an den meisten Geräten beliebig nach unten senken. Was die Hygiene angeht, sollte die Waschtemperatur jedoch nicht unter 30 Grad liegen, da sonst viele Keime überleben können. Wer die Wäsche dennoch kalt waschen will, kann diese alle drei Wochen einmal mit 60 Grad waschen und dadurch die Keime abtöten. Es lohnt sich, die Waschmaschine zusätzlich an einem Warmwasseranschluss anzuschließen. Geeignet sind wie zum Beispiel eine moderne Brennwertheizung, eine Wärmepumpe oder eine Solaranlage. Wichtig ist, dass die Leitung kurz ist und die Waschmaschine den nötigen Anschluss aufweist, sonst spart der Nutzer möglicherweise keine Energie.


Energiesparende Waschprogramme und Wasser sparen


Wer an seiner Maschine energiesparende Waschprogramme auswählen kann, sollte diese nutzen. Der Eco-Modus verbraucht nachweislich weniger Energie. Zwar benötigen diese Programme mehr Zeit, um die Wäsche zu säubern, sparen aber im Vergleich zu herkömmlichen Programmen mehr Wasser und Strom. Werner Scholz vom Zentralverband für Elektrotechnik- und Elektroindustrie erklärt: „Wer mit dem Auto eine Strecke von 100 km mit einer Geschwindigkeit von 120 km/h fährt, braucht mehr Sprit, als wenn er die gleiche Strecke mit nur 60 km/h fahren würde. Dadurch erhöht sich die Fahrzeit, der Autofahrer spart aber Energie.“ Zusätzlich kann der Nutzer den Wasserverbrauch weiter senken, indem er den Kaltwasseranschluss der Waschmaschine an eine Regenwasserleitung anschließt. Damit werden Ressourcen und der Geldbeutel geschont.


Waschmittel richtig dosieren


Die meisten Verbraucher wissen nicht, dass sie mit dem Waschmittel Strom sparen können. Mit der richtigen Dosierung des Waschmittels lässt sich der Jahresverbrauch beträchtlich senken. Denn bei einer Überdosierung bildet sich zu viel Schaum und das verschlechtert die Waschmechanik der Maschine. Der Verbraucher sollte deshalb die Dosierungsanleitung des Waschmittelherstellers beachten und den Härtegrad des Wassers kennen. Denn je härter das Wasser ist, desto mehr Waschmittel wird benötigt. Auch Waschbälle helfen, den Waschmittelverbrauch zu senken. Zwar kann man nicht komplett auf Waschmittel verzichten, doch die Bälle unterstützen die Reinigung der Wäsche und erhöhen die Leistung des Waschmittels. Bei modernen Waschmaschinen brauchen Nutzer übrigens keine unterschiedlichen Waschmittel mehr. Sie können auf Weichspüler und andere Zusatzmittel verzichten, diese sind für die Reinheit überflüssig.


Waschmaschine vollständig befüllen und auf Trockner verzichten


Der Verbraucher sollte das Fassungsvermögen der Waschmaschine ausnutzen und sie komplett befüllen. Damit lassen sich monatlich mehrere Waschgänge und damit Energie und Waschmittel einsparen. Im Sommer und bei warmen Temperaturen ist es nicht nötig, die Wäsche in den Trockner zu geben. Sie trocknet genauso gut an der Leine. Auch diese Verhaltensweise spart Energie und Strom, zudem verleiht die frische Luft der Wäsche einen angenehmen Duft. Wer dennoch einmal ein Kleidungsstück in den Trockner werfen muss, sollte darauf achten, dass dieses bereits handtuchtrocken ist. Das lässt sich durch die Schleuderdrehzahl an der Waschmaschine einstellen. Für den Wäschetrockner sollte das Schleudern 1.200 Umdrehungen betragen, bei Leinenwäsche reicht eine Schleuderzahl von 1.000 Umdrehungen aus.


Weitere Spartipps im Zusammenhang mit Waschmaschinen


  • Bei einem Waschmaschinen-Neukauf, sollte das Gerät mit einer Fuzzy-Logic ausgestattet sein. Diese Funktion misst das Gewicht der Wäsche und stellt die Wasserzufuhr darauf ein.
  • Statt Kondensationstrockner einen Ablufttrockner verwenden, da dieser im Vergleich durchschnittlich 10 % der Energie spart.
  • Beim Bügeln die Restwärme des Eisens benutzen und das Gerät vorher ausschalten.
  • Waschmaschinen vom Strom nehmen, wenn sie nicht gebraucht werden, da sie im ausgeschalteten Zustand Energie verbrauchen.

 

© Homeplaza 2019

 
 

 

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